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Behandlungsstrategien und Operationsindikationen bei chronischer Divertikulitis

  • 29.06.2023
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Von einer chronischen Divertikulitis spricht man bei persistierenden oder rezidivierenden Entzündungsschüben, die zu Komplikationen wie Fisteln, Stenosen oder entzündlichen Konglomerattumoren führen können. Das Rezidivrisiko nach einer Episode einer akuten Divertikulitis liegt bei etwa 11–19 % und steigt mit jeder Entzündungsepisode an, wobei nachfolgende Divertikulitisschübe nicht aggressiver verlaufen als vorherige Episoden. Ein besseres Verständnis des natürlichen Verlaufs der Divertikulitis hat zu einer signifikanten Änderung der Behandlungsstrategie der rezidivierenden Divertikulitis geführt. Die Anzahl der stattgehabten Episoden wird nicht mehr als Kriterium für die Indikation zur Operation verwendet, da die Mehrzahl der Divertikulitisrezidive milde verläuft und konservativ behandelt werden kann. Die Entscheidung zur operativen Therapie sollte individuell vom Beschwerdebild des Patienten abhängig gemacht werden, wobei insbesondere die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die rezidivierende Erkrankung bei Indikationsstellung zu berücksichtigen ist. Im Fall von Komplikationen wie Fisteln oder Stenosen sollte eine elektive Operation indiziert werden.
Titel
Behandlungsstrategien und Operationsindikationen bei chronischer Divertikulitis
Verfasst von
PD Dr. C. Holmer
Publikationsdatum
29.06.2023
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Schweizer Gastroenterologie / Ausgabe 2/2023
Print ISSN: 2662-7140
Elektronische ISSN: 2662-7159
DOI
https://doi.org/10.1007/s43472-023-00101-w
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