Behandlungsstrategien und Operationsindikationen bei chronischer Divertikulitis
- 29.06.2023
- Originalien
- Verfasst von
-
PD Dr. C. Holmer
Korrespondierender Autor PD Dr. C. Holmer
- Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof, 12101, Berlin, Deutschland
- Erschienen in
- Schweizer Gastroenterologie | Ausgabe 2/2023
Zusammenfassung
Von einer chronischen Divertikulitis spricht man bei persistierenden oder rezidivierenden Entzündungsschüben, die zu Komplikationen wie Fisteln, Stenosen oder entzündlichen Konglomerattumoren führen können. Das Rezidivrisiko nach einer Episode einer akuten Divertikulitis liegt bei etwa 11–19 % und steigt mit jeder Entzündungsepisode an, wobei nachfolgende Divertikulitisschübe nicht aggressiver verlaufen als vorherige Episoden. Ein besseres Verständnis des natürlichen Verlaufs der Divertikulitis hat zu einer signifikanten Änderung der Behandlungsstrategie der rezidivierenden Divertikulitis geführt. Die Anzahl der stattgehabten Episoden wird nicht mehr als Kriterium für die Indikation zur Operation verwendet, da die Mehrzahl der Divertikulitisrezidive milde verläuft und konservativ behandelt werden kann. Die Entscheidung zur operativen Therapie sollte individuell vom Beschwerdebild des Patienten abhängig gemacht werden, wobei insbesondere die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die rezidivierende Erkrankung bei Indikationsstellung zu berücksichtigen ist. Im Fall von Komplikationen wie Fisteln oder Stenosen sollte eine elektive Operation indiziert werden.
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- Titel
- Behandlungsstrategien und Operationsindikationen bei chronischer Divertikulitis
- Verfasst von
-
PD Dr. C. Holmer
- Publikationsdatum
- 29.06.2023
- Verlag
- Springer Vienna
- Erschienen in
-
Schweizer Gastroenterologie / Ausgabe 2/2023
Print ISSN: 2662-7140
Elektronische ISSN: 2662-7159 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s43472-023-00101-w
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