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17.02.2021 | Infektiologie | Pharma News | Onlineartikel | Germania Pharmazeutika

Für die unspezifische Immunabwehr

Autor:
Toman Rom

Die Zahl der humanpathogenen Erreger ist noch nicht genau bekannt. Die Fachzeitschrift „Nature“ postuliert an die 1.400 Pathogene, davon 208 Viren und Prione, 538 Bakterien, 317 Pilzarten, 57 Protozoen und 287 Wurmarten. Andere Schätzungen postulieren eine sehr viel größere Zahl gefährlicher Mikroben – es könnten über 100.000 oder noch viel mehr verschiedene Angreifer sein, die von der Forschung erst dechiffriert werden müssen. 

Den besten Schutz gegen gefährliche Viren bieten Impfstoffe, die die Erkrankungen gar nicht ausbrechen lassen. Die bisherige Palette der Vakzine schützt uns aber lediglich vor rund 70 Pathogenen. Gegen Covid 19 haben wir schon erste Zulassungen. Die Mehrheit der Österreicher könnte gegen Ende des Jahres gegen Covid 19 immunisiert sein. Bis dahin muss unsere unspezifische Immunabwehr die Viren, ihre Mutanten und alle anderen Erreger aufhalten oder völlig inaktivieren. 

Bitte auch den zweitbesten Schutz! 
Die mütterlichen Laktobazillen bilden nach der Geburt einen Rucksack für mehrere Jahre, der die Immunabwehr entscheidend trainiert. Die Mikrobiologie kennt zwischenzeitlich über 300 verschiedene Milchsäurebakterien, von denen allerdings nur wenige therapeutisch genutzt werden können. In Österreich gibt es gerade 6 Probiotika mit Arzneimittel-Zulassungen. 

1 x täglich zur Vorsorge?
Antibiophilus ist als probiotisches Arzneimittel für verschiedene Arten der Diarrhoe zugelassen, es bringt die Darmflora ins Gleichgewicht. Forscher gehen noch ein Stück weiter: Diese Laktobazillen bestechen durch klinische Effekte gegen eine ganze Zahl von Bakterien und Viren gleichzeitig. Die Milchsäurebakterien L. casei rhamnosus (LCR35), Handelsname Antibiophilus®, sind wissenschaftlich gut dokumentiert. Mit diesem Keim besteht die Chance auf eine erhebliche Steigerung der Immunkraft, die sonst in der zweiten Lebenshälfte stetig abnimmt. 

Die finnische Kinderärztin Prof. Erika Isolauri, die französische Mikrobiologin Prof. Christiane Forestier und der Wiener Infektiologe Prof. Christoph Steininger postulieren, dass die Bakteriengruppe „Rhamnosus” das unspezifische Immunsystem trainiert und ähnlich wie ein Adjuvans bei einer Impfung aktiviert. Die dendritischen Zellen reifen zu kompetenten Makrophagen, die viele körperfremde Partikel fressen – nicht nur Bakterien, sondern auch Viren! Gegen Corona liegen für LCR 35 noch keine Daten vor. Chinesische Ärzte empfehlen aber schon jetzt einen Therapie-Mix mit Probiotika.

FKI Antibiophilus (PDF)

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