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Kardiologie 2. September 2014

Levosimendan macht das Rechtsherzversagen bei einem 51-jährigen Patienten nach der Herztransplantation rückgängig

Das primäre Versagen des Transplantates in der frühen postoperativen Phase nach einer Herztransplantation bleibt die Hauptursache für eine schlechte Prognose. Derzeitige Behandlungsmöglichkeiten umfassen sowohl pharmakologische (Katecholamine und Inhibition der Phosphodiesterase) als auch mechanische „assist device support“ Methoden. Pharmakologische Unterstützung mit Katecholaminen steht in Zusammenhang mit erhöhtem myokardialen Sauerstoffverbrauch und regionaler Hypoperfusion, was Organschäden zur Folge hat. Andererseits erhöht Levosimendan als Calcium-Sensibilisierungsagens die Herzkontraktilität ohne Einfluss auf Veränderungen des intrazellulären Ca2+ Spiegels und Erhöhung des Sauerstoffbedarfes.
Wir stellen den Fall eines 51-jährigen Mannes dar, der in der frühen postoperativen Phase nach einer Herztransplantation ein akutes Rechtsherzversagen erlitt. In der spätphase eines Low-Cardiac-Output-Syndroms wurde als Notfalltherapie Levosimendan mit einer Dauerinfusion von 0,1 μg/kg/min über 12 h eingeführt und danach für die folgenden 36 h mit 0,2 μg/kg/min fortgesetzt. In diesem Fall zeigte Levosimendan eine erweiterte pharmakologische Option, wobei sich der rechte Ventrikel unter einer länger anhaltenden höhergradig reduzierten Rechtsventrikelfunktion befand und akut nach einer Herztransplantation überlastet war.

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