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Pflege 17. März 2014

Pfleger-Stress erhöht Todesrate

Durch eine übermäßige Arbeitsbelastung von Krankenschwestern kann die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern deutlich ansteigen. Eine retrospektive Beobachtungsstudie ergab signifikante Hinweise auf einen solchen Zusammenhang. Höhere Todesraten hängen demnach mit einer höheren Arbeitsbelastung des Pflegepersonals sowie mit einem niedrigeren Ausbildungsniveau der Krankenschwestern zusammen. Die Studie rührt an einen wunden Punkt in Zeiten, in denen aufgrund von Sparzwängen viele Budgets im Gesundheitsbereich gekürzt werden.

Untersucht wurden Daten von 422.730 Patienten im Alter über 50 Jahre sowie die Todesfälle in 300 Krankenhäusern in neun europäischen Ländern. Dabei ging es um Patienten, die gängige Operationen wie Eingriffe an der Hüfte, am Knie oder am Blinddarm hinter sich hatten. Generell war die Todesrate mit 1,0 bis 1,5 Prozent niedrig. Innerhalb der einzelnen Länder gab es aber Krankenhäuser mit einer Todesrate von mehr als sieben Prozent.

Der Untersuchung zufolge erhöhte jeder Patient, der zur Arbeitsbelastung einer Krankenschwester hinzukam, das Todesfallrisiko um sieben Prozent. Im Gegenzug sank dieses um sieben Prozent bei jedem um zehn Prozent höheren Ausbildungsstand im Hochschulbereich des Pflegepersonals.

Den ausgewerteten Statistiken zufolge war das Todesfallrisiko in den Krankenhäusern um ein Drittel niedriger, in denen sich eine Krankenschwester um sechs Patienten kümmern musste und 60 Prozent des Pflegepersonals einen Hochschulabschluss hatte, im Vergleich zu Einrichtungen, in denen eine Krankenschwester acht Patienten betreute und nur 30 Prozent des Pflegepersonals einen höheren Ausbildungsabschluss hatte.

Die Untersuchung wurde in Belgien, Großbritannien, Finnland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und in der Schweiz vorgenommen.

Aiken LH et al.: The Lancet 2014; online 26. Februar

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