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Chirurgie 13. Jänner 2016

Einwegmaterial aus dem OP-Saal verwerten

Ein neues Experten-Papier der „Initiative Sicherheit im OP“ informiert über die vielfältigen ökologischen Vorteile der thermischen Verwertung von OP-Abdeckungen und Einweg-Mänteln.

Die ökologisch fachgerechte Entsorgung von OP-Abdeckungen und -Mänteln ist ein wichtiger Teil des effizienten Abfallmanagements von Spitälern. „Nach dem Grundsatz ‚waste to energy‘ werden die Materialien in vielen Fällen thermisch verwertet, also in entsprechenden Entsorgungsanlagen verbrannt. Die bei der Verbrennung frei werdende Energie dient der Heizwärme- und Energiegewinnung. Einweg-OP-Abdeckungen und -Mäntel verfügen aufgrund ihres hochwertigen Rohmaterials über einen besonders hohen Brennwert.“

Schätzungen zufolge entstehen österreichweit durch Einweg-OP-Abdeckungen und -Mäntel rund 500 Tonnen Abfall pro Jahr. Zum Vergleich: Allein in Wien landen 17.000 Tonnen Babywindeln und 30.000 Tonnen Katzenstreu pro Jahr im Restmüll. Gemäß ÖNORM S 2104 fallen Einweg-OP-Abdeckungen und -Mäntel mehrheitlich in die Kategorie der „Abfälle ohne Verletzungsgefahr“. Sie können laut Norm wie „hausmüllähnlicher Restmüll“ behandelt werden, wenn sie in flüssigkeitsdichten, undurchsichtigen, verschlossenen, transportsicheren Säcken verpackt sind. Eine Desinfektion bzw. Dekontamination von OP-Einweg-Materialien vor der Entsorgung ist in der Praxis nur sehr selten erforderlich.

Initiative Sicherheit im OP, Ärzte Woche 1/2/2016

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