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Dr. Otto Ambros,Wien
 
Kardiologie 17. März 2014

Psychokardiologie ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung herzkranker Patienten

Arbeitsgruppe 08 stellt sich vor

Die Entstehung der Arbeitsgruppe Psychokardiologie ist mit dem Aufbau einer integrierten Psychosomatik an der 2. Medizinischen Abteilung/Kardiologie im Hanusch-Krankenhaus in Wien verbunden. Bereits 1983 wurde an dieser Abteilung die österreichweit erste kardiologisch-psychosomatische Beratungsstelle errichtet. Gegründet und geleitet von OA Dr. Georg Titscher, Kardiologe und Psychotherapeut, wurde diese Beratungsstelle 1996 zu einem Schwerpunkt ausgeweitet, das heißt, es wurden die ambulante und stationäre psychosomatische Diagnostik und Therapie in die Kardiologische Abteilung integriert.

Auf Basis dieser Institution und dem zunehmenden Interesse von Kollegen und Kolleginnen anderer kardiologischer Abteilungen bzw. aus dem niedergelassenen Bereich wurde am 18. Jänner 1997 die AG Kardiologische Psychosomatik, später AG Psychokardiologie, gegründet. Dies war auch europaweit die erste Gründung einer psychokardiologischen Arbeitsgruppe in einer nationalen kardiologischen Gesellschaft. Weiter Arbeitsgruppen im Ausland sollten in den kommenden Jahren folgen.

Aufgaben und Ziele unserer Arbeitsgruppe bestehen in der Vernetzung von Mitgliedern der Gesellschaft, die an psychosomatischen Fragestellungen und einer ganzheitlichen Behandlung der Patienten interessiert sind.

Die Förderung und Verbreitung psychosomatischer Kenntnisse sowie die Aufwertung psychosomatischer Therapieansätze innerhalb der Kardiologie ist durch die Entwicklung und Abhaltung des - europaweit ersten - Curriculum Psychokardiologie (s.u.) umgesetzt worden bzw. wird laufend umgesetzt.

Weitere Aufgabenbereiche sind die Kommunikation mit österreichischen und internationalen psychosomatischen Gesellschaften, beratende Funktion gegenüber gesundheitspolitischen Entscheidungsgremien, Beiträge zur Organisation von Veranstaltungen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft und anderer wissenschaftlicher Tagungen sowie die Erstellung einheitlicher Qualitätskriterien für die Ausbildung in kardiologischer Psychosomatik in Österreich.

Nicht zuletzt ist die Psychokardiologie ein wichtiger Teil in der Zusatzausbildung zur rehabilitativen Kardiologie und wird zunehmend bei der Erstellung von kardiologischen Registern berücksichtigt, z. B. Österreichisches Takotsuboregister.

Das Curriculum Psychokardiologie, welches heuer im Herbst zum fünften Mal startet, ist ein interdisziplinärer Lehrgang, der sich an verschiedenen Berufsgruppen richtet: an Ärzte, Assistenz- und Pflegepersonal, PsychologInnen und Physiotherapeuten. Alle TeilnehmerInnen sollen eine zusätzliche Qualifikation erhalten, die ihnen die Betreuung herzkranker PatientInnen erleichtert, zu größerer beruflicher Zufriedenheit führt und auch eine Hilfe gegen die Entwicklung eines Burn-Out-Syndroms darstellt.

Damit soll möglichst allen kardiologischen Patienten Österreichs eine umfassende biopsychosoziale Betreuung auf hohem Qualitätsniveau ermöglicht werden.

In der Arbeitsgruppe Psychokardiologie sind angestellte und niedergelassene Kardiologen mit psychosomatischen Zusatzqualifikationen vertreten.

AG-Leiter: Dr. Otto AMBROS

Mail:

Stv. Leiterin: Dr. Evelyn KUNSCHITZ

Mail:

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