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Gesundheit, Selbststeuerung körperlicher Signale und Intelligenz: Überblick und Hypothese

Der Intelligenzquotient (IQ) in der Kindheit und die Morbidität im Erwachsenenalter stehen miteinander in einer Verbindung, die bislang noch unzureichend geklärt ist und über den Einfluss sozioökonomischer Variablen hinausreicht. Es wird vermutet, dass die Wahrnehmung körperlicher Signale in der Steuerung des eigenen Gesundheitsverhaltens eine zentrale Rolle spielt und der IQ dabei die Qualität der Informationsverarbeitung dieser Signale beeinflussen könnte. Diese Annahme stützt sich auf empirische Zusammenhänge zwischen IQ und der Wahrnehmung und Verarbeitung körperlicher Signale in der Exterozeption (visuell, auditiv) und in der Interozeption (Viscerozeption, Propriozeption). Dies ist der Hintergrund der Hypothese einer Psychosomatischen Intelligenz (PI). Sie könnte zur Klärung des Zusammenhangs zwischen IQ in der Kindheit und Morbidität im Erwachsenenalter beitragen und es ermöglichen, den Einfluss menschlicher Intelligenz auf bewusst steuerbare körperliche Prozesse systematisch zu erforschen.

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