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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in polnischen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS Internationa

HINTERGRUND: Die zunehmende Resistenz gegenüber Antibiotika stellt ein ernstzunehmendes, globales Problem dar, was auch in Dokumenten der Europäischen Union zum Ausdruck kommt. Im Rahmen des Projektes ABS International sollten die Stärken und Schwächen des Umganges mit Antibiotika in Krankenhäusern dargestellt werden. METHODEN: Es wurde ein Fragebogen: "ABS hospital mature" entwickelt, der den Reifegrad im Umgang mit Antibiotika in den teilnehmenden 9 Mitgliedsstaaten analysieren sollte, wobei krankenhausbezogen die wesentlichen antibiotikarelevanten Aspekte erhoben wurden. In Polen wurde der Fragebogen an über 100 Krankenhäuser ausgesandt und ausgearbeitet an das Nationale Medizinische Institut (die für das Projekt zuständige Stelle) retourniert. Innerhalb der jeweiligen Krankenanstalt wurde der Fragebogen von Mikrobiologen oder vom klinischen Infektiologen beantwortet. ERGEBNISSE: Die teilnehmenden Häuser waren aus den Kategorien Primärversorgung, Schwerpunkthäuser und Universitätskliniken. Zwischen den 3 Kategorien von Krankenhäusern ließen sich keine signifikanten Differenzen belegen. Der Bereich: "mikrobiologische Diagnostik" wurde am höchsten bewertet, während die Bereiche: "Antibiotika-bezogenes Umfeld" und "Antibiotikabezogene Personalentwicklung" am niedrigsten bewertet wurden. Die Einstufung im Bereich: "Antibiotika-Strategien" war innerhalb der polnischen Spitäler unterschiedlich. Die höchste Gesamtbewertung wurde Krankenanstalten der Kategorie 2 zugeordnet. Kenntnisse in Bezug auf Resistenzfragen sowie auf diverse mikrobiologische Laborleistungen erhielten die höchste Punktezahl, deren Implementierung erschien jedoch nicht ausreichend. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse des Fragebogens legen sowohl eine Erhöhung des Personalstandes von Antibiotikaexperten in Krankenanstalten nahe als auch eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und innerhalb derselben.

Anna Olczak-Pienkowska, Beata Mazinska, Tomasz Ozorowski, Waleria Hryniewicz, Wiener klinische Wochenschrift

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