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Onkologie 1. Jänner 2011

Sorafenib bei nicht-resektablem intrahepatischem cholangiozellulärem Karzinom: ein Fallbericht

HINTERGRUND: Der orale Multikinase-inhibitor Sorafenib ist der neue Referenzstandard zur Therapie des fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinoms. Bisher gibt es kaum Daten zur Anwendung von Sorafenib beim cholangiozellulären Karzinom (CCC). METHODEN: Ein 70-jähriger männlicher Patient mit histologisch nachgewiesenem inoperablem intrahepatischem CCC ohne Möglichkeit zur Chemotherapie wurde mit Sorafenib 400 mg zweimal täglich behandelt. ERGEBNISSE: Sorafenib-Therapie führte zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome, der Leberfunktion und der Tumormarkerspiegel. Das beste radiologische Ansprechen nach RECIST und mRECIST war eine stabile Erkrankung (SD) mit einer Zeit zur Progression (TTP) von 5,7 Monaten. Nebenwirkungen von Sorafenib (Diarrhoe, Müdigkeit, Hauttoxizität) waren niedrigen Grades und gut behandelbar. 24 Monate nach Sorafenib-Beginn lebt der Patient und findet sich in guter körperlicher Verfassung (ECOG Performance Status 0). Die genetische Untersuchung erbrachte, dass weder B-raf noch K-ras in diesem Patienten mutiert sind. KONKLUSION: Sorafenib war effektiv und wurde von dem Patienten mit fortgeschrittenem cholangiozellulären Karzinom gut toleriert. Prospektive Studien zur Evaluierung der Wirksamkeit von Sorafenib beim inoperablen CCC sind angezeigt.

Matthias Pinter, Wolfgang Sieghart, Michael Reisegger, Friedrich Wrba, Markus Peck-Radosavljevic, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2011

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