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Innere Medizin 10. Februar 2014

Ansatz für neue Osteoporose-Therapie

Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich haben einen entscheidenden Mechanismus bei der Entstehung von Osteoporose entschlüsselt.

Die Forscher belegen in ihrer Arbeit die Bedeutung des Wasserstoffperoxid (H2O2)-produzierenden Enzyms Nox4 in diesem Prozess. Nox4 ist in fast allen reifen Körperzellen zu finden und trägt über die Produktion von H2O2 selbst zur Reifung von Vorläuferzellen bei. Die Wissenschaftler der Universitäten Frankfurt, Dresden und Wien fanden zunächst, dass Mäuse, denen Nox4 fehlt, eine höhere Knochendichte und -bruchfestigkeit aufweisen.

Auf der Grundlage dieser ersten Ergebnisse konnte die Rolle von Nox4 bei der Osteoporose entschlüsselt und gemeinsam mit Kollegen aus Graz die Bedeutung für den Menschen gesichert werden (J Clin Invest 2013; online 15. Oktober). Damit sei die Basis für neue Osteoporosetherapien mit Nox4-Hemmstoffen gelegt, die bereits klinisch getestet werden, heißt es in der Mitteilung. Während der Reifung der Osteoklasten steigt die Expression von Nox4. Wird das von Nox4 produzierte H2O2 abgebaut oder seine Produktion gehemmt, reifen kaum Osteoklasten heran.

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