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osteoporose 1. Mai 2009

Ökonomische Konzepte zur Erfassung der Krankheitskosten von Osteoporose: Österreich im internationalen Vergleich

Osteoporose wird weltweit unterdiagnostiziert und trotz wirksamer und kosten-effektiver Therapien werden diese oft nicht angewandt. Abgesehen von einem demographisch bedingten Anstieg an Osteoporosefällen führen fehlende bzw. zu spät einsetzende Präventionsmaßnahmen und eine geringe Therapie-Compliance zu einer Verschlechterung des gesundheitsökonomischen Outcomes. Dies wiederum verursacht erhebliche Kosten im Gesundheitssystem und in der Gesellschaft, durch ineffektive Medikamenteneinnahme, Arbeitsunfähigkeit sowie erhebliche Kosten in der Rehabilitation der Patientinnen und Patienten. Dazu kommt die verminderte Lebensqualität der Betroffenen. Gesundheitsökonomische Bewertungen und Analysen werden immer häufiger von Entscheidungsträgern verwendet, um Prioritäten zu setzen und alternative Behandlungskonzepte auf ihre Kosten-Effektivität zu bewerten. Zur Bestimmung der Krankheits- und Folgekosten von Osteoporose wurden eigene Modelle entwickelt. So gibt es das Referenzmodell der IOF, ein eigenes validiertes Markov-Modell und Ansätze zur Ermittlung international vergleichbarer Schwellenwerte. Gesundheitsökonomen schätzen, dass sich die Osteoporose-bedingten Kosten sowohl für Europa als auch für die einzelnen Länder bis 2050 verdoppeln werden. Für Europa bedeutet dies einen Anstieg von etwa €40 Milliarden im Jahr 2000 auf fast €80 Milliarden 2050. Für Österreich ist eine Aggregierung der einzelnen Kostenblöcke derzeit nur schwer möglich, da sich Erhebungsmethoden und verwendetes Datenmaterial oft erheblich voneinander unterscheiden. Die ICUROS-Studie sowie der Österreichische Osteoporosebericht 2007 bieten erste Unterlagen, dieser Situation entgegen zu wirken.

K. Viktoria Stein, Thomas Dorner, Kitty Lawrence, Michael Kunze, Anita Rieder, Wiener Medizinische Wochenschrift 9/10/2009

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