zur Navigation zum Inhalt
 
Onkologie 1. April 2011

Mammakarzinom während der Schwangerschaft

GRUNDLAGEN: Die erhöhte Häufigkeit von Mammakarzinom während der Schwangerschaft (Inzidenz 0,2–3,8 %) erklärt sich teilweise durch das höhere Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft. Diese Koinzidenz ist wahrscheinlicher bei BRCA1- und möglicherweise auch BRCA2-Mutationen, welche die Entstehung des Mammakarzinoms in jugendlichem Alter begünstigt. METHODIK: Es wurde eine PubMed-Analyse (seit 1966) nach Studien mit gutem Design und entsprechender Größe und Aussagekraft mit folgenden Suchbegriffen durchgeführt: "breast cancer, chemotherapy, surgery, radiotherapy". ERGEBNISSE: Die Früherkennung von Mammakarzinom während der Schwangerschaft benötigt einen pro-aktiven Zugang, vor allem bei Mutationen der BRCA-Gene und älteren Frauen mit Kinderwunsch. Abhängig von Trimester inkludiert das Management Chirurgie und Chemotherapie, während adjuvante Therapie nach der Entbindung erfolgt. Obwohl sich die Koinzidenz erst in einem späteren Krankheitsstadium darstellt, scheint für eine schlechte Prognose nicht die Schwangerschaft selbst, sondern eine mangelhaft definierte postpartale Phase verantwortlich zu sein. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei entsprechendem Risikoprofil sollte bei Kinderwunsch die Möglichkeit eines Mammakarzinoms während der Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

M. Wani, T. A. Dass, Z. Naikoo, F. Parray, N. Wani, European Surgery 2/2011

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben