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Dr. Stefan Aschauer, MedUni Wien.
 
Kardiologie 28. Mai 2014

Rechtes Herz bei HFpEF - Ergebnisse einer MRT-Studie

Die kardiale MRT ist derzeit der Gold-Standard für die Beurteilung der Rechtsherzfunktion. Aktuelle Studien zeigen, dass eine rechtsventrikuläre Ejektionsfraktion (RVF) < 45% im MRT ein wichtiger Prädiktor für die Prognose von Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie ist. Die prognostische Bedeutung der RVF bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion (HFpEF) ist allerdings nicht bekannt.

Methoden und Ergebnisse

Zwischen Dezember 2010 und September 2013 wurden 105 HFpEF-Patienten prospektiv mit kardio-MRT untersucht. Eine rechtsventrikuläre systolische Dysfunktion (RVSD), definiert durch eine rechtsventrikuläre Ejektionsfraktion <45%, lag bei 26% der Patienten vor. Während des Beobachtungszeitraums (434 ± 325 Tage) hatten 31 Patienten ein kardiales Ereignis (Hospitalisierung aufgrund kardialer Dekompensation oder Tod durch Herzversagen).

In der univariaten Cox-Analyse waren RVSD (p = 0.007), NYHA-Stadium (p = 0.006), 6-Minuten-Gehtest (p <0.001), Diabetes (p <0,001), invasiv gemessener systolischer (p < 0.001) und mittlerer pulmonal-arterieller Druck (p< 0.001) signifikant mit der Prognose assoziiert. Nach multivariabler Analyse waren nur noch RVSD (p = 0.001) und Diabetes (p = 0.002) signifikante Prädiktoren für ein kardiales Ereignis. Patienten mit RVSD hatten eine signifikant höhere Herzfrequenz (p = 0.022), waren in einem höheren NYHA -Stadium (p= 0.016) und erreichten eine kürzerer 6-Minuten Gehstrecke (p = 0.016). In der Kaplan-Meier- Analyse war die Prognose für Patienten mit RVSD signifikant schlechter, verglichen mit Patienten ohne RVSD (p = 0.0052).

Schlussfolgerungen

Obwohl HFpEF als eine Erkrankung des linken Herzens gilt, zeigten linksventrikuläre Parameter keine Assoziation mit der Prognose. Im Gegensatz korrelierte die mit MRT ermittelte RVSD signifikant mit dem Überleben und dem klinischen Zustand der Patienten. Die Untersuchung der RVF mittels-MRT erscheint aufgrund unserer Ergebnisse wichtig für die Risiko-Einschätzung dieser Patienten zu sein.

Die Ergebnisse präsentiert Dr. Stefan
Aschauer am Donnerstag, den 29. Mai,
um 14:45 - 16:15 im Papageno-Saal

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