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© Christina Lammer & Manfred Frey, 2014
Szene aus dem Film „Üben, üben, üben ...“
 
Chirurgie 12. Jänner 2015

Üben, üben, üben

Nach einer Facialisoperation müssen Gesichtsbewegungen vor dem Spiegel trainiert werden. Ein Video hilft dabei.

Die Aktivierung der gelähmten Gesichtsmuskulatur ist besonders für Kinder wichtig, damit Sozial- und Sprachentwicklung nicht gehemmt werden.

Die Aktivierung des gelähmten Kindergesichts stand im Zentrum des internationalen Gesichtschirurgie-Gipfels in der Confraternität-Privatklinik Josefstadt, Wien. Prof. Dr. Manfred Frey, Leiter des Internationalen Zentrums für Facialischirurgie, führte neben Muskel- und Nerventransplantationen an Kindern zusätzlich vor, wie die postoperative Behandlung durch gezielte Übungen optimal unterstützt wird. Dazu präsentierte er ein Übungsvideo, das auch allen Patienten und interessierten Therapeuten zur Verfügung steht.

Symmetrie ist das Ziel aller Bemühungen der Gesichtschirurgie, sowohl bei der Operation als auch bei der Nachbehandlung. Schließlich sollen beide Augenlider synchron schließen und auch das Lächeln beidseitig sein. Neben einer entsprechenden Muskel- und/oder Nerventransplantation durch Plastische Chirurgen bedarf die postoperative Aktivierung des gelähmten Gesichts interdisziplinärer Experten. Allen voran unterstützen Physiotherapeuten, Rehabilitationsmediziner und Logopäden ein optimales Ergebnis – unermüdliches Training und Motivation der Patienten und Patientinnen vorausgesetzt.

„Üben, üben, üben …“ so lautet auch der Titel des Informations- und Übungsvideos, das Frey gemeinsam mit der Soziologin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Christina Lammer realisiert hat. Im Rahmen dieser Film-Dokumentation wird ein Mädchen begleitet, das nach Nerven- und Muskeltransplantation das beidseitige Lächeln erlernt. Neben empathischer Darstellung des Therapieverlaufs wird auch die optimale Bewegungstherapie nach dem chirurgischen Eingriff sehr gut dargestellt. Viele praktische Informationen zum selbstständigen Üben vor dem Spiegel und eine empfohlene Übungsabfolge sensibilisieren generell für das Thema. Das von der International Society for Science in Plastic Surgery, Wien, geförderte Filmprojekt ist ab sofort als Trailer und in der Gesamtversion von rund 60 Minuten auf www.facialiszentrum.at anzusehen. Die konkreten Übungsanleitungen können vom Patienten für den Gebrauch zu Hause heruntergeladen werden.

Quelle: Presseinformation Confraternität-Josefstadt

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