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Interaktive Spiele halten Jugendliche besser vom Rauchen ab als Frontalunterricht.
 

Spiele zur Rauchprävention

Wer in der fünften und sechsten Klasse am Präventionsprogramm „Eigenständig werden 5+6“ teilgenommen hat, greift seltener zur Zigarette, weiß mehr über Suchtgefahren und steht dem Rauchen kritischer gegenüber. Das zeigt eine aktuelle Studie mit 2.500 Schülern. Besonders erfreulich sei, so Studienleiter Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel, dass auch ein halbes Jahr nach Ende des Programms in den Schulklassen, die sich an dem Präventionsprogramm beteiligt haben, deutlich weniger Schüler mit dem Rauchen beginnen.

In sieben interaktiven Unterrichtseinheiten je Klassenstufe untersuchten die Schüler, wie sie mit stressigen Situationen im Alltag zu Hause und in der Schule umgehen und dem Tabakkonsum widerstehen können. Im Rahmen eines Projekttags konnten sie beispielsweise in einem Rollenspiel ausprobieren, eine angebotene Zigarette abzulehnen. Ferner erlebten die Jugendlichen, wie sich Atemnot als häufige Folge des Rauchens anfühlt, indem sie bei einem Bewegungsspiel nur über einen Strohhalm atmeten. Solche Übungen machen nicht nur Spaß, meint Studienautorin Dr. Barbara Isensee, es sei auch belegt, dass interaktive Lernmethoden ein wesentlicher Bestandteil wirksamer Präventionsprogramme sind.

Isensee B et al.: BMJ Open 2014; 4 (1): e004422

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