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Radfahrer Bernhard Kohl wird 2008 positiv auf das EPO-Dopingmittel CERA getestet.
 
Sportmedizin 20. November 2015

Von Berger bis Blutbeutel

Österreichs Geschichte des Dopings ist vergleichsweise kurz aber spektakulär und unschön.

Der erste Dopingfall wurde 1865 unter Schwimmern beim Amsterdamer Kanalevent dokumentiert. 1993 fliegt die erste Doping-Affäre hierzulande auf. Die Sprint-Staffel mit Andreas Berger, Franz Ratzenberger, Thomas Renner und Gernot Kellermayr wird kollektiv des Anabolika-Dopings mit Metandienon überführt. Berger, Hallen-Europameister 1989, beendet seine Karriere. Drei Jahre später stirbt Bodybuilder Andreas Münzer an multiplen Organversagen infolge massiven Medikamentenmissbrauchs. Im Haus der Langläufer werden 2002 bei den olympischen Winterspielen von Salt Lake City Spritzen und Blutbeute gefunden, wodurch ein Dopingverdacht entsteht. Es wird vermutet, dass Eigenblut entnommen, mit UV-Licht bestrahlt und dann wieder den Athleten rückgeführt wurde. Walter Mayer wird vom IOC lebenslänglich gesperrt. Vier Jahre später werden bei einer Razzia im Haus der Biathleten in Turin mehr 100 Spritzen, 30 Schachteln mit Medikamenten und Apparate für Bluttests und Transfusionen gefunden. 2008 wird die Läuferin Susanne Pumper positiv auf Erythropoetin (EPO) getestet. Der Tour-de-France-Dritte 2008, Bernhard Kohl, wird positiv auf das EPO-Dopingmittel CERA getestet.

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