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Leben 12. Oktober 2015

Wir beißen zurück

Insekten essen hat viele Vorteile.

Die Welternährungsorganisation FAO bemüht sich seit Jahren um die Anerkennung von Insekten als wichtigen Eiweißlieferanten für eine rasant wachsende, hungernde Bevölkerung.

Die Verwendung von Insekten als Lebens- und Futtermittel hat Vorteile, nicht zuletzt für die Umwelt:

• Insekten haben eine hohe Futterverwertungseffizienz, weil sie Kaltblüter sind. Im Durchschnitt können Insekten 2 kg Futter in 1 kg Insektenmasse umwandeln, Rinder benötigen 8 kg Futter, um 1 kg Körpermasse zu produzieren;

• Die Produktion von Treibhausgasen durch die meisten Insekten ist voraussichtlich niedriger als die von konventioneller Viehhaltung. Schweine zum Beispiel produzieren 10 bis 100 Mal mehr Treibhausgase per kg Körpermasse als Mehlwürmer.

Die Nahrungszusammensetzung von Insekten ist abhängig von deren Altersabschnitt (metamorphe Lebensstufe), ihrem Habitat und der Ernährung. Jedoch ist breit akzeptiert, dass:

• Insekten im Vergleich zu Fleisch und Fisch qualitativ hochwertiges Protein und Nährstoffe liefern. Insekten sind insbesondere wichtig als Nahrungsergänzung für unterernährte Kinder, da die meisten Insektenspezies reich an ungesättigten Fettsäuren sind (vergleichbar mit Fisch). Sie sind ferner reich an Ballaststoffen und Mikronährstoffen wie z. B. Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen und Zink:

• Das Risiko ist gering, dass Insekten zoonotische Krankheiten (Krankheiten die vom Tier zum Menschen übertragen werden) wie H1N1 (Vogelgrippe) und BSE (Rinderwahn) übertragen.

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