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Leben 19. April 2016

Kurzurlaub im Gartenland

Wer sich entspannen kann, erholt sich im Garten am besten. Das zeigt eine schriftliche Umfrage von Wiener Gesundheitspsychologen.

Je natürlicher das Grün vor dem Haus, desto höher der Entspannungswert. Wichtig ist aber auch, wie gut sich der Besitzer überhaupt entspannen kann.

Die Ergebnisse einer schriftlichen Online-Umfrage von Wiener Psychologen mit Beteiligung von 811 Personen sprechen dafür, dass sich jene Menschen am besten im Garten erholen, die bei der Gartenarbeit am besten „abschalten“ können. Diese Studienergebnisse wurden jetzt der Fachzeitschrift Urban Forestry & Urban Greening publiziert, berichtet die MedUni Wien.

Die Forschergruppe um die Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Renate Cervinka vom Zentrum für Public Health der Universität beschäftigte sich seit Langem mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Tätigkeiten in der Natur und im Grünen, hieß es in der Aussendung. Das Sample aus der Online-Befragung umfasste Menschen im Alter zwischen 16 und 82 Jahren teil. Für die Gesamtbevölkerung war es laut der Wissenschafterin nicht repräsentativ.

Die Teilnehmer beurteilten den Erholungswert ihrer privaten Wohnzimmer, Terrassen, Balkone und Gärten. Die Befragung zeigte demnach, dass der Garten als signifikant erholsamer erlebt wird als etwa Balkone oder Terrassen.

Cervinka wird so zitiert: „Unsere Befragung hat ergeben, dass der Erholungsfaktor umso höher ist, je mehr natürliche Elemente im Garten vorhanden sind“. Es komme dabei also mehr auf die Bepflanzung als auf die Möblierung des Gartens an. Eine Grundvoraussetzung für erholsames „Garteln“ gibt es allerdings. „Der Grad der Erholung hängt wesentlich davon ab, wie sehr die Person fähig ist, abzuschalten.“ Der bedeutendste Faktor der Erholung sei die persönliche Beziehung zum Garten.

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