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Praxis 26. Oktober 2015

Die Lotsen im Ordinations-Alltag

Idealerweise findet die Patienten-Triage bereits beim Empfang am Telefon statt.

Ordinationsassistenten haben die Aufgabe, Akutpatienten von weniger dringenden Fällen zu trennen. Der Arzt sollte den Patienten gegenüber die Einschätzung der Mitarbeiter teilen.

Der erste Kontakt mit dem Patienten erfolgt bereits bei der Terminvergabe am Telefon oder beim Vorstellen an der Anmeldung. Die Frage nach Art und Dauer der Symptome, nach anamnestisch relevanten Faktoren wie einer zurückliegenden Reise oder erkrankten Familienmitgliedern etc. helfen, Akutpatienten zu identifizieren, die sofort einen Termin benötigen, und so einen abwendbaren gefährlichen Verlauf rasch zu erkennen. Diese Fragen helfen auch, den Zeitbedarf für den Termin abzuschätzen.

Auch inhaltlich können die fachlich geschulten Mitarbeiter Weichen stellen, z. B. mit dem Hinweis bei banalen Infektionen und einem Antibiotikawunsch des Patienten, dass so ein starkes Mittel vielleicht nicht nötig sein wird, wohl aber eine körperliche Untersuchung durch den Arzt sinnvoll ist. „Wichtig ist, dass Arzt und Ordinationsassistenten diesbezüglich ins selbe Horn stoßen“, sagt der deutsche Hausarzt Dr. Ralph Hönscher. Die Besprechung solcher Situationen in Teamsitzungen, entsprechende Abschnitte im Ordner Qualitätsmanagement (QM) und regelmäßige Schulungen der MFA sind dafür wichtig.

• Planen Sie Teamsitzungen regelmäßig in den Praxisalltag ein;

• Teamsitzungen sollten in einem 14-tägigen Rhythmus stattfinden;

• eine Stunde sollte ausreichen;

• es sollen konkrete, für die Praxis relevante Themen besprochen werden: Was läuft gut, was weniger? Welche Situationen sind schwierig?;

• halten Sie Ergebnisse schriftlich fest und archivieren Sie diese.

springermedizin.de, Ärzte Woche 44/2015

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