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Immunologie 30. September 2016

Fördert frühe Antibiose Heuschnupfen?

Wurden Kinder antibiotisch behandelt, ist das Risiko für Ekzeme und Heuschnupfen erhöht.

Eine Antibiotikatherapie bei Babys und Kindern bis zwei Jahren hat möglicherweise unerwünschte Langzeitfolgen. Das legen Ergebnisse einer Meta-Analyse nahe, die beim ERS 2016 vorgestellt wurden. Forscher um Dr. Fariba Ahmadizar von der Universität Utrecht hatten Studien von 1966 bis 2015 analysiert, in denen Zusammenhänge zwischen einer frühen Antibiotikatherapie und späteren Erkrankungen an Ekzemen oder Heuschnupfen untersucht worden waren. In 22 Studien (395.000 Patienten) waren Assoziationen mit Ekzemen ausgewertet worden. Kinder mit Antibiotikabehandlung hatten eine um 15 Prozent (cross-sektionale Studien) bzw. um 41 Prozent (Kohortenstudien) erhöhte Rate an Ekzemen.

Assoziationen von früher Antibiotika-Therapie und allergischer Rhinitis wurden in 22 Studien mit 257.000 Patienten analysiert. Das Risiko für eine Rhinitis war dabei um 14 Prozent (cross-sektionale Studien) bzw. 56 Prozent (Kohortenstudien) erhöht.

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