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OA Dr. Rudolf Rumetshofer: „Thoraxröntgen ist die schnellste Untersuchung.“ Wenn das auffällig sei, folge die Sputumdiagnostik.
 
Pulmologie 23. März 2016

„Keine Zeit verlieren“

Bei realem Verdacht auf Tb schnell den Lungenfacharzt aufsuchen!

Tuberkulose ist in Österreich eine seltene Erkrankung, umso wichtiger für den niedergelassenen Arzt: an die Symptomatik denken! In Aus- und Weiterbildung der Lungenfachärzte stellt Tuberkulose hierzulande einen Schwerpunkt dar.

Muss man eigentlich gleich auf die Spezialambulanz, oder kann nicht auch ein niedergelassener Arzt auf Tb testen? Dr. Rudolf Rumetshofer, Leiter der Tuberkulosestation Severin am Wiener Otto-Wagner-Spital: „Meine große Sorge ist immer: Tests, die man irgendwo macht, sind eigentlich ein Zeitverlust.“

Wenn man einen realen Verdacht habe, weil ein Familienmitglied Tb-Symptome aufweise und/oder Tb bereits einmal aufgetreten sei, „dann draußen mit irgendwelchen Tests herumzudoktern, da verlieren wir nur Zeit. Lieber gleich gezielt in unsere Ambulanz zuweisen oder draußen zum Lungenfacharzt schicken, weil dann ist das Thoraxröntgen die schnellste Untersuchung, und wenn das auffällig ist, gleich Sputumdiagnostik.“

Das sei notwendig, um den Keim zu identifizieren. Mit Mikroskop, molekularbiologischen Verfahren und Kulturverfahren wird das Mycobacterium tuberculosis nachgewiesen.

Entscheidend sei es, bei speziellen Symptomen wie chronischem Husten, Auswurf, Bluthusten, Nachtschweiß und Gewichtsverlust an Tuberkulose zu denken, „auch wenn es eine seltene Krankheit bleibt“.

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