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Ozon macht Birkenpollen aggressiver.
 
Pulmologie 10. März 2014

Zentraler Faktor Ozon

Hohe Ozonkonzentrationen der Luft steigern die Allergenität von Birkenpollen.

Ozon stellt einen zentralen Faktor im Zusammenhang zwischen Klimawandel, Verstädterung und der Zunahme von allergischen Erkrankungen und Symptomen dar – so das Ergebnis einer Münchner Studie. Die Untersuchungen lassen außerdem einen Anstieg allergischer Erkrankungen erwarten.

Die Forscher untersuchten Birkenpollen, die von unterschiedlich Ozon-belasteten Regionen in und um München stammten. Hauttests, die sogenannten Pricktests, bestätigten eindeutig die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Pollen. „Wir haben gefunden, dass Pollen unter hohen Ozonbelastungen heftigere Reaktionen bei Hauttestungen zeigten als Pollen mit anderen Standortbedingungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber, Leiter des Instituts für Allergieforschung am Helmholtz Zentrum München. „Die höhere Konzentration der allergieauslösenden Faktoren in hoch ozonbelasteten Gebieten passt zu den verstärkten entzündlichen Reaktionen, die diese Pollen hervorrufen“, erklärt Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin des Instituts für Umweltmedizin an der Technischen Universität München. „Ozon ist also ein prominenter Umweltfaktor mit einem großen Einfluss auf die Allergenität von Birkenpollen“.

Das Ergebnis der Forschung lässt erwarten, dass in den nächsten Jahrzehnten im Zuge des Klimawandels und der Folge zunehmender Verstädterung die Ozonkonzentrationen ansteigen und damit die Bevölkerung häufiger unter Pollenallergien leiden wird.

„Ozon ist ein äußerst wichtiger Faktor, der zu einer Zunahme von Birkenpollenallergien führen wird. Es ist davon auszugehen, dass sich mit der Erhöhung der Temperatur und damit des Ozongehalts der Luft auch die Symptome von Pollenallergien vervielfachen“, erklärt Traidl-Hoffmann. Die Zahl der Allergiker wird steigen. „Allergiker werden nicht nur durch längere Blühphasen mit mehr Pollen, sondern auch durch potentere Pollen belastet“.

Originalpublikation: Beck I et al.: PLOS one 2013; online 20. November

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