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Pulmologie 10. März 2014

Persönliche Pollensammler in Entwicklung

Die nächste Pollenmessstation ist oft kilometerweit entfernt, Allergikern fehlen genauere Infos über den Pollenflug und die eigene Belastung, kritisiert ein Berliner Allergologe. Ein kleines Gerät könnte Abhilfe schaffen, indem es die ganz persönliche Pollenbelastung misst.

Der Pneumologe Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Leiter der allergologisch-pneumologischen Ambulanz an der Berliner Charité, sieht Defizite bei der Pollenmessung für Allergiker: „Wenn man wissen will, welche und wie viele Pollen fliegen, baut man auf Dächern Pollensammler“, so Bergmann. „Was in zehn Kilometer Entfernung fliegt, können wir aber nur ahnen.“

Einzelne Patienten mit allergischer Rhinitis oder allergischem Asthma könnten nur schwerlich auf Pollendaten zurückgreifen, die in 30 oder 60 Kilometer Entfernung gemessen wurden. „Es ist eine große Fehlerbreite“, meint Bergmann.

Der Mainzer Geoinformatiker Prof. Klaus Böhm und der Software-Entwickler Torsten Sehlinger wollen jetzt in diese Lücke stoßen: Sie entwickeln einen persönlichen Pollensammler, der die eigene Allergiebelastung messen soll.

„Jetzt sind wir erst am Anfang einer komplett neuen Diagnoseentwicklung“, sagt Böhm. Noch ist das Gerät in der Entwicklung. Eine Studie dazu soll demnächst an der Berliner Charité starten.

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