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Praxis 1. Jänner 2012

Gewahrsein, Ansichten und Erfahrung mit Doping: ein Vergleich zwischen Allgemein Praktikern und Apothekern

ZWECK DER STUDIE: Informationen zum Dopingbewusstsein unter Medizinern und Pharmazeuten sind gering. Wir haben die persönliche Haltung, den Wissensstand, und die Erfahrungen zu Doping bei Allgemeinen Praktikern (AP) und Apothekern (A) untersucht. METHODEN: Im Rahmen einer repräsentativen nationalen Querschnittstudie wurde ein Fragebogen zu 59 Elementen zum Thema Doping an 645 AP and 330 A geschickt. ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 204 von 975 (AP 133, A 71) Fragebögen beantwortet und ausgewertet. Weniger als die Hälfte (AP 39% vs. A 48%; p = 0.702) der Befragten kannten die formale Definition von Doping. Die Abkürzung WADA wurde korrekt von 42 % (AP 33 % vs. A 59 %; p = 0,003) interpretiert, und 65 % wussten, dass die Europäische Kommission die Gesetzgebung für Dopingbekämpfung hat. Mehr AP als A (69 % vs. 31 %; p = 0,005) stimmten zu, eine Rolle bei der Doping-Prävention zu haben. Ähnliche Verhältnisse haben wir für die Kenntnisse im Bereich der Prävention (AP 65 % vs. A 35 %; p = 0,369) beobachtet. Insgesamt berichteten 12 % der Befragten (8,7 % AP, 19,3 % A) direkt mit einer Anfrage für die Verschreibung von Dopingmitteln in den letzten 12 Monaten (in erster Linie Stimulanzen, Anabolika, Hormone, Kortikosteroide) konfrontiert gewesen zu sein. SCHLUSSFOLGERUNGEN: AP und A sind häufig mit Fragen und konkreten Forderungen nach Doping konfrontiert. Das Allgemeinwissen wurde als akzeptabel eingeschätzt wobei weiterführende Informationen, insbesondere über verbotene Substanzen und rechtliche Belange zum Thema Doping notwendig wären.

Irena Auersperger, Mojca Doupona Topič, Petra Maver, Vika Kuferšin Pušnik, Joško Osredkar, Mitja Lainščak, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2012

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