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© Kabinetttheater
Zwiesprache mit der Prinzipalin Julia Reichert.
© Kabinetttheater

Im Stall.

 
Leben 24. November 2015

Ein Puppenreich

25 Jahre Kabinetttheater und das Krippenspiel steht bevor.

Eine ehemalige Werkstatt und davor ein romantischer Innenhof sind die Heimstätte des Kabinetttheaters in der Wiener Porzellangasse. Ganz schön aufmüpfig, fast schon rebellisch geht es da unter Leitung von Julia Reichert oft zu, wenn die Puppen und andere Akteure ihren Auftritt haben.

Maximal verdichtet findet das bezaubernde Geschehen in dem flächenmäßig eher knapp gehaltenen Raum statt – maximal 50 Zuschauer finden hier Platz. Vor und nach der Vorstellung kann man aber in der wohnzimmerartigen Bar über das zu Sehende oder bereits Gesehene großartig diskutieren – und über die Kunst, die Welt und das Leben, sozusagen eine Symbiose von Kunst und Gemütlichkeit.

Heuer feierte diese Kostbarkeit der unabhängigen Wiener Theaterszene ihr 25-jähriges Jubiläum. Dazu gab es würdige Festivitäten mit einem Best of Programm aus der reichen Sammlung der Miniaturdramen – und natürlich das legendäre Schnittlauchbrot.

Als Dokument liegt überdies ein reich bebildertes Büchlein „kabinetttheater ... en plus“ über die vergangenen zehn Jahre vor, mit einem Streifzug durch die reichhaltige Kabinetttheater-Spieltätigkeit, die sich immer wieder auch auf Wanderschaft begibt, und mit dem einen oder anderen Rezept. Beispielsweise auch für den nicht minder legendären Bratapfel, den es jeweils im Anschluss an das Dadaistische Krippenspiel als Draufgabe gibt. Hugo Ball schrieb dieses Stück in sieben Bildern unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs 1916 und erzählt darin in Form des Figurentheaters die Weihnachtsgeschichte. Untermalt mit Geräuschen und Gedichten, zwischen Lachen und Schrecken. Rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen, die Vorführungen beginnen am 9. Dezember.

Informationen:

www.kabinetttheater.at

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