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Leben 23. Juni 2015

Apotheken als Altmedikament-Sammelstellen

Jede Zehnte im Land beteiligt sich an Rücknahme. Mehr als 8.000 Kilo Altmedikamente wurden in den ersten vier Monaten des Jahres umweltschonend verwertet.

Das Rücknahmesystem für Altmedikamente, REMEDICA Österreich, wird seit dem 1. Jänner 2015 von der Reclay Österreich GmbH betrieben. Das flächendeckende Rücknahme- und Verwertungssystem soll eine sichere und umweltschonende Entsorgung gefährlicher Wirkstoffe gewährleisten. 165 Apotheken, mehr als jede Zehnte im Land, haben sich REMEDICA seit dem Start im Januar angeschlossen und nehmen seitdem abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel ihrer Kunden zurück. Mehr als 800 befüllte REMEDICA-Säcke wurden in den ersten vier Monaten des Jahres abgeholt. Mehr als 8.000 Kilogramm Altmedikamente konnten so auf sachgerechte Weise ohne Risiken für Mensch und Umwelt verwertet werden.

„Wir freuen uns über das große Interesse an REMEDICA und den damit verbundenen Beitrag, den wir zum Umwelt- und Verbraucherschutz leisten“, sagt Mag. Walter Tanzer, der Geschäftsführer der Reclay Österreich GmbH. Durch unsachgemäß entsorgte Arzneimittel über die Toilette oder den Ausguss gelangen Arzneimittelrückstände in den Wasserkreislauf und können erhebliche Schäden bei Mensch und Umwelt verursachen, sagt der Manager.

Auch die Entsorgung über den Hausmüll birgt Gefahren, wenn beispielsweise unbefugte Dritte wie Kinder Zugriff auf die Medikamente erhalten. „Mit REMEDICA werden diese Risiken vermieden. Es ist daher unser Ziel, zukünftig noch mehr Apotheken anzuschließen und auch Hersteller von Medikamenten dazu zu bewegen, mit der Teilnahme an REMEDICA ihrer Produktverantwortung freiwillig nachzukommen“, rührt Walter Tanzer die Werbetrommel in eigener Sache.

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