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Leben 13. Oktober 2014

Der Wiener Grippemeldedienst

Service zeigt wöchentlich aktualisierten Verlauf der Grippeaktivität.

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien -Magistratsabteilung 15 (MA 15) informiert ab der Kalenderwoche 41 wieder online unter www.influenza.wien.at über den Verlauf der Grippeaktivität. Wöchentlich wird jeden Dienstag die Grippemeldestatistik des Wiener Grippemeldedienstes aktualisiert und die Daten der Vorwoche grafisch dargestellt.

Die Intensität der Grippewellen variiert von Jahr zu Jahr. "Wenn man die Grippewellen der letzten fünf Jahre vergleicht, sind diese jedes Mal sehr unterschiedlich verlaufen. In der Influenzasaison 2012/2013 hat der Grippemeldedienst im Zeitraum von Oktober 2012 bis April 2013 rund 250.000 Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten ausgewiesen, während in der Saison 2013/2014 rund 193.300 Erkrankungen gemeldet wurden." erklärt Dr.in Sabine Gangel, Leiterin des Fachbereichs Infektionsvorsorge der MA 15. Gründe dafür können die Aggressivität der jeweils zirkulierenden Influenzaviren, aber auch das Impfverhalten und das Hygieneverhalten der Bevölkerung sein.

Gerade weil die Anzahl der Grippeerkrankungen, die Dauer einer Grippesaison und damit die schwere einer Grippewelle nicht im Vorhinein feststeht, ist der Grippemeldedienst wichtig. Durch die laufende Beobachtung lässt sich ein Trend feststellen, um die Wienerinnen und Wiener rechtszeitig darüber zu informieren, dass eine Grippewelle im Anrollen ist und eine Impfung noch sinnvoll sei. Ebenso werden die Gesundheitseinrichtungen wie Pflegeeinrichtungen, Spitäler und Rettungsorganisationen über die aktuelle Situation informiert.

Sollte der Trend auf einen schweren Grippeverlauf hinweisen, wird unter der Leitung der Wiener Landessanitätsdirektion ein "medizinisches Krisenmanagement" implementiert. Dieses Team besteht aus Vertretern der MA 15, des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), der MA 70 - Rettungs- und Krankenbeförderungsdienst, der MA 53 - Presse- und Informationsdienst und je nach Bedarf aus weiteren ExpertInnen. Das medizinische Krisenmanagement entscheidet anhand der Beurteilung der jeweils aktuellen Lage über die zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Influenza und damit zum Schutz der Bevölkerung vorrangig zu setzenden Maßnahmen.

Netzwerkes zur Überwachung der Grippeaktivitäten

Der Grippemeldedienst der Stadt Wien ist Teil eines Netzwerkes zur Überwachung der Grippeaktivitäten in Österreich und besteht in Wien seit dem Jahr 1970. Eine Gruppe von niedergelassenen Ärzten meldet jedes Jahr ab Oktober über einen Zeitraum von mehreren Monaten (Grippezeit) jeweils einmal pro Woche die Anzahl an grippalen Infekten und Grippeerkrankungen an den Grippemeldedienst der Magistratsabteilung 15. Diese Daten werden dann auf Wien hochgerechnet (das sogenannte Sentinella-System) und ergeben die Anzahl der wöchentlichen Neuerkrankungen an grippalen Infekten und Grippeerkrankungen in Wien.

Die Daten des Wiener Grippemeldedienstes fließen auch in die Bewertung der Grippeaktivität durch das Departement für Virologie der Medizinischen Universität Wien ein, welches in Abhängigkeit der Analyseergebnisse aus den österreichweiten Meldedaten und den vorliegenden virologischen Daten sowohl den Beginn als auch das Ende einer Grippeepidemie in Österreich bekannt gibt.

Die Homepage des Gesundheitsdienstes bietet zusätzlich zu den aktuellen Zahlen auch einen Wien-Überblick über die Grippe-Verläufe der letzten Jahre an.

Impfstellen und Impfzeiten

In den Impfstellen der MA 15 wird während der vom 1. Oktober bis 9. Dezember 2014 laufenden Grippeimpfaktion zum Preis von Euro 10,70 gegen die saisonale Influenza geimpft. Auskünfte zu den aktuellen Impfzeiten und Adressen der Impfstellen gibt die MA 15 unter der Servicenummer 01 4000-8015, Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr, oder unter www.influenza.wien.at.

Unabhängig von der Grippeimpfaktion der MA 15 wird die Impfung auch von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

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