zur Navigation zum Inhalt
 
Leben 18. Februar 2014

Krebsforschung in Österreich wird gestärkt

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft finanziert drei Stiftungsprofessuren.

Seit kurzem sind an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien drei neue Stiftungsprofessuren mit Schwerpunkt Krebsforschung eingerichtet. Finanziert werden die Stellen von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG).

"Mit den neuen Professuren stärken wir die Grundlagenforschung zum Vorteil der Gesellschaft und schaffen die Basis für weitere Erfolge in der Krebsforschung. Zudem wird das Forschungsportfolio der beiden Universitäten weiter aufgewertet", betont Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dessen Ressort mit rund sechs Millionen Euro pro Jahr der größte Förderer der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ist.

Schwerpunkte der drei Professuren sind die Bereiche Labortiermedizin - Labortierpathologie (an der MedUni Wien und Vetmeduni Vienna), Labortiermedizin - Translationale Methoden in der Krebsforschung (MedUni Wien und Vetmeduni Vienna) sowie Transgene Modelle in der Krebsforschung (MedUni Wien). Die Professuren wurden seitens der Universitäten 2013 nach internationalen Kriterien ausgeschrieben und nach einem Hearingverfahren an die Forscher Richard Moriggl, Lukas Kenner und Emilio Casanova-Hevia vergeben.

Alle drei Forscher haben ihre Expertise für die Schwerpunkte der Stiftungsprofessur auch maßgeblich durch ihre Tätigkeit am Ludwig Boltzmann-Institut für Krebsforschung bzw. der MedUni Wien aufbauen können. Moriggl und Kenner sind im Rahmen ihrer Professur an beiden Universitäten tätig (double appointments). Josef Pröll, Präsident der LBG, dazu: "Wir arbeiten intensiv daran, dass bereits aufgebaute Expertise nachhaltig in unserer Wissenschaftslandschaft verankert wird, um den Brain Drain aus Österreich zu stoppen. Vorhandenes Wissen soll auch nach Ablauf einer Forschungsförderungsperiode unserem Wissenschaftsstandort zugutekommen und exzellente Köpfe in Österreich halten. Daher verfolgen wir die Strategie der Integration von Know-How in bestehende Strukturen."

Die Veterinärmedizinische Universität Wien verfügt über international ausgewiesene Expertise im Themenfeld Tiermodelle und Komparative Medizin. Beide Forschungsbereiche erfahren durch die neuen Professuren eine weitere Stärkung. "Double Appointments sind hervorragend geeignet, den Wissenstransfer universitäts- und fachübergreifend zu sichern. Gerade in der vergleichenden Medizin ist eine solche Struktur zielführend, da so der Erkenntnisgewinn sowohl Mensch als auch Tier zugute kommt", erklärt Rektorin Hammerschmid die Vorzüge gemeinsamer Professuren.

"Der interdisziplinäre Austausch von Wissen zwischen Human- und Veterinärmedizin ist mit ausschließlich positiven Effekten für die Forschung verbunden. Die Stärkung dieses einzigartigen Brückenschlags zwischen Human- und Veterinärmedizin, zwischen Geistes- und Naturwissenschaften durch neue Professuren unterstreicht auch die Top-Position und den exzellenten Ruf, den die Forschung in Wien, und im speziellen die interdisziplinäre Forschung, international genießt", sagt Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni Wien.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben