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Leben 3. Februar 2014

Krebs: Neuerkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko in Österreich rückläufig

37.000 Neuerkrankungen und 20.000 Krebssterbefälle pro Jahr.

Pro Jahr werden in Österreich rund 19.000 Männer und 18.000 Frauen  mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, bei jährlich rund 9.000 Frauen  und 11.000 Männern führt eine Krebserkrankung zum Tod. Damit sind  Krebserkrankungen für etwa ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich.  Wie die Daten der neuen Publikation "Krebsinzidenz und Krebsmortalität in Österreich 2014" der Statistik Austria zeigen, gehen aber sowohl das Risiko  einer Neuerkrankung als auch das Sterblichkeitsrisiko tendenziell zurück. 

Berücksichtigt man die Veränderung der Altersstruktur  der österreichischen Bevölkerung, so sanken in den letzten zehn Jahren  sowohl die Neuerkrankungen als auch die Krebssterblichkeit (altersstandardisierte Raten). Der Rückgang der Neuerkrankungsrate  betrug bei Männern 20 Prozent und bei Frauen neun Prozent. Auch die  Krebssterblichkeit war in den letzten zehn Jahren rückläufig, bei  den Männern etwas stärker(-14%) als bei den Frauen(-8%). Die häufigsten  Krebserkrankungen bei Männern sind weiterhin Prostatakrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs. Bei den Frauen waren die Brust, der Darm und die Lunge die häufigsten Lokalisationen von Krebserkrankungen.

Prostatakrebs

Prostatakrebs machte im Jahr 2011 bei den Männern mit knapp 4.722 Fällen ein Viertel aller bösartigen Neubildungen aus. Altersstandardisiert gingen die Neuerkrankungen in den letzten zehn Jahren um 28% zurück. Rund jeder elfte Krebstodesfall bei den Männern war auf Prostatakrebs zurückzuführen. Die Rate der Sterblichkeit an Prostatakrebs sank in den letzten zehn Jahren um etwa 30%.

Brustkrebs

Brustkrebs ist mit  einem Anteil von 30% (bzw.5.349 Fällen im Diagnosejahr 2011) bei den  Frauen seit langem die häufigste Krebserkrankung. Allerdings nahm die Neuerkrankungsrate im Vergleich zu 2001 um 4% ab. Die Sterblichkeit an Brustkrebs sank bei Frauen in den letzten zehn Jahren um 21%. Dennoch war Brustkrebs auch 2011 die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. 16% aller weiblichen Krebssterbefälle waren 2011 auf Brustkrebs zurückzuführen.

Lungenkrebs

Obwohl die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate der bösartigen Lungentumore bei Männern in den vergangenen zehn Jahren um 20% zurückging, war Lungenkrebs bei ihnen mit knapp 2.400 Sterbefällen im Jahr 2011 die häufigste Krebstodesursache. Für Frauen stieg die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate seit 2001 um 25% an, und die Sterblichkeit an Lungenkrebs erhöhte sich bei Frauen im selben Zeitraum um 5%. Im Jahr 2011 starben rund 1.300 Frauen an einem bösartigen Lungentumor.

Darmkrebs

Mit 4.348 Fällen verursachte der Darmkrebs zuletzt 13% aller neudiagnostizierten Tumore im Jahr 2011. Die altersstandardisierten  Erkrankungsraten sind seit 2001 insgesamt um 24% zurückgegangen. Darmkrebs war 2011 für jeweils 11% der Krebssterbefälle von Männern und Frauen verantwortlich. Die Sterblichkeit sank im Vergleichszeitraum bei beiden Geschlechtern um knapp ein Drittel.

Weitere Informationen zum österreichischen Krebsregister  sowie zur Todesursachenstatistik finden Sie in der Publikation "Krebsinzidenz  und Krebsmortalität in Österreich 2014", im "Jahrbuch  der Gesundheitsstatistik 2012" sowie auf http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/index.html.

Presseinformation Statistik Austria/TF, springermedizin.at

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