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Gesundheitspolitik 1. September 2008

Medikamentöse Freiheitsbeschränkung in Pflegeheimen im Bundesland Vorarlberg, Österreich: Analyse de

Die hohe Prävalenz von Medikamenten mit potentiell freiheitsbeschränkender Wirkung in Pflegeheimen wird international als suboptimale Versorgung kritisiert. Entsprechend dem österreichischen "Heimaufenthaltsgesetz" sind Pflegeheime nunmehr zur Meldung von mechanischen und auch medikamentösen Freiheitsbeschränkungen ihrer Bewohner verpflichtet. In 18 Monaten wurden insgesamt 78 Meldungen über medikamentöse Freiheitsbeschränkungen aus 23 Vorarlberger Pflegeheimen getätigt, die in dem vorliegenden Beitrag anhand der Beers-Kriterien analysiert werden. Es zeigen sich sowohl Defizite bei der Auswahl der Erhebungskriterien durch die Pflegeheime als auch bei der Medikamentendokumentation durch die verschreibenden Ärzte. Verbindliche Leitlinien zur Definition von medikamentöser Freiheitsbeschränkung und valide Instrumente für deren Erfassung und Beurteilung werden dringend benötigt.

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