zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 1. August 2007

Physiologische Überlegungen zu Lebenszyklen von Universitäten

In Österreich wurde aufgrund des Universitätsorganisationsgesetzes (UG 2002) Medizin jeweils an drei Standorten (Wien, Innsbruck, Graz) von der bisherigen Position einer Fakultät der Voll-Universität als eigene neue Medizin-Universität abgetrennt [1, 2]. Die Entscheidung zu dieser Maßnahme wurde trotz Warnung kompetenter Personen gefällt. In Verkennung der tatsächlichen Folgen hat diese nun unwiderrufliche Modifikation auch in Graz zu bedauerlichen Konsequenzen geführt. Eine logische Folge ist beispielsweise die Entwicklung einer Art von Isolationismus, der schließlich zu einem Rückzug der Medizin in "Splendid Isolation" sogar in eigenen neuen Gebäuden, führen wird. Des weiteren hat die Spaltung der drei erwähnten Österreichischen Universitäten in jeweils eine Medizinische Universität und eine Restuniversität, wie bei einer Zellteilung, zwei neue Zellen erzeugt, von denen schon derzeit jede zu einer Größe angewachsen ist die, vor allem was Administration betrifft, jene der Mutterzelle übertrifft. Was den Zeitablauf der Entwicklung von Universitäten betrifft, gibt es Phasen des Aufstieges und Phasen des Abstieges und der Frustration. Die Reformen der letzten Jahre werden die Funktion aller Universitäten, jedoch ganz besonders jene der neuen Medizin-Universitäten, noch lange beeinflussen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben