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Gesundheitspolitik 7. April 2017

Kammer fordert Arzt als Nachfolger

Präsident Lang. Der Chef der pannonischen Kammer wünscht sich einen Arzt an der Spitze – und die Trennung der Chefposten der KRAGES und des Burgenländischen Gesundheitsfonds.

APAmedNach der vorzeitigen Abberufung des Geschäftsführers der KRAGES,, hat die Ärztekammer Burgenland ihre Vorstellungen in Sachen Führung deponiert. Man sollte die „Chance nützen“ und einen erfahrenen Arzt oder eine Ärztin in der Geschäftsführung etablieren, sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang. Im Krankenanstaltenbereich würde „ein Arzt an der Führungsspitze sicher wesentlich mehr in medizinischer Richtung denken und nicht nur in ökonomischer“, sagte Lang. Eine Studie aus dem angloamerikanischen Raum belege, dass jene Krankenanstalten, wo ein Arzt mit entsprechendem ökonomischen Know-how oder einem Ökonomen an der Seite an der Spitze stehe, „sowohl aus medizinischer Sicht als auch aus wirtschaftlicher Sicht wesentlich besser geführt sind“, argumentierte Lang.

Eine weitere Forderung der Standesvertretung betrifft die personelle Trennung der Posten des Geschäftsführers der KRAGES und des Burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF). Bisher sei es üblich, dass der Geschäftsführer der KRAGES auch gleichzeitig Geschäftsführer des Fonds, sei. „Das heißt, er ist sein eigener Chef und setzt nur ein anderes Hütchen auf.“ Die Ära von Schnedl als KRAGES-Chef sehe er „ambivalent. Auf der einen Seite war es so, dass sicher viele Ideen aufs Tapet gebracht worden sind. Auf der anderen Seite war es oft schwierig auch in der Kommunikation und dann in der Weiterentwicklung der vielen Projekte.“

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Mandate erreichte die Liste der angestellten Ärzte und Spitalsärzte des amtierenden Präsidenten Michael Lang bei der jüngsten Ärztekammerwahl im Burgenland – um zwei mehr als beim Wahlgang 2012.

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