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Gesundheitspolitik 20. Februar 2017

Der mühsame Weg zurück in den Beruf

Unter den Flüchtlingen aus den aktuellen Bürgerkriegsländern, die nach Österreich und Deutschland gekommen sind, befinden sich auch zahlreiche Pharmazeuten. Sie sind arbeitshungrig und hochmotiviert, Bevor sie in ihrem gelernten Beruf arbeiten können, müssen sie jedoch einen recht aufwändigen Prozess der Qualifikationsanerkennung durchlaufen.

Manche Wege sind in Deutschland einfacher. So dürfen beispielsweise Ärzte in einer Übergangszeit bereits unter Aufsicht arbeiten – und werden dafür auch bezahlt. Im Beratungsberuf des Apothekers werden naturgemäß besonders hohe Ansprüche an die Sprachkenntnisse gestellt. Bei sämtlichen ausländischen Bewerbern, die im Jahr 2015 eine Anerkennung anstrebten, stand der Apothekerberuf auf Platz sieben.

„Wer in der Apotheke arbeiten will, muss neben der fachlichen Kompetenz auch gute Sprachkenntnisse für die Patientenberatung haben. Wer beides kann, wird von den deutschen Apothekern mit offenen Armen aufgenommen“, stellt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, fest. „Die Integration funktioniert, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Vor Ort engagieren sich bereits viele Apotheker und bieten den zukünftigen Kollegen zum Beispiel Hospitationen an.“

Nostrifikation der Ausbildung

Notwendig ist jedenfalls die staatliche Anerkennung der Approbation bzw. Berufserlaubnis, in Österreich unter der Bezeichnung Nostrifikation bekannt. Über die Anerkennung der Apothekerausbildung und die Erteilung der Approbation bzw. Berufserlaubnis entscheiden die zuständigen Behörden der einzelnen Bundesländer. Ein Antrag auf Anerkennung eines Apothekerdiploms kann übrigens unabhängig von der Staatsangehörigkeit und dem Aufenthaltsstatus gestellt werden.

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