zur Navigation zum Inhalt
© Herz-Jesu KrankenHaus
Prim. Dr. Manfred Greher Sprecher der Wiener Ordensspitäler.
 
Gesundheitspolitik 23. August 2016

Schnelle Truppe

Vinzenz-Gruppe. Wiens Ordensspitäler erweitern tagesklinisches Angebot.

APAmedChirurgische Eingriffe möglichst tagesklinisch durchzuführen ist ein erklärtes Ziel der Gesundheitspolitik und ein internationaler Trend. Laut Statistik Austria waren 2014 bereits 22 Prozent aller Spitalsaufenthalte tagesklinischen Interventionen zuzuordnen. Die acht Wiener Ordensspitäler1 bauen den tagesklinischen Bereich daher aus und haben im vergangenen Jahr fast 31.000 Patienten tagesklinisch behandelt. In den meisten der acht Häuser ist die Tendenz gegenüber dem Jahr davor deutlich steigend, und das in Einzelfällen um bis zu 16 Prozent. „Damit haben die Ordensspitäler in Wien eine Vorreiterrolle“, sagt Prim. Dr. Manfred Greher vom Herz-Jesu Krankenhaus, Sprecher der Wiener Ordensspitäler. „Neue medizinische Methoden erfordern häufig keinen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt mehr. Mit dem Ausbau unseres tagesklinischen Angebots erfüllen wir nicht nur gesundheitspolitische Vorgaben und leisten einen Beitrag zur Kostenreduktion, sondern wir kommen auch einem Bedürfnis der Patienten nach, die noch am Tag des Eingriffs wieder nach Hause gehen können.“

Bin schon wieder weg

Wiens Ordensspitäler bemühen sich besonders um die Verkürzung von stationären Krankenhausaufenthalten. Greher: „Bei gleichen therapeutischen Ergebnissen ist eine kürzere Verweildauer ein wichtiges Qualitätsmerkmal.“ Daran, dass in Wiens Spitälern die Verweildauer kontinuierlich abnimmt, haben die Ordensspitäler maßgeblichen Anteil: Lag die Verweildauer in allen Wiener Fonds-Krankenanstalten – KAV-Spitäler, Evangelisches Krankenhaus, Hanusch-Krankenhaus und acht Ordensspitäler – bei durchschnittlich 5,2 Tagen, konnte sie in den Ordensspitälern auf 4,3 Tage verringert werden. (Quelle: Wiener Gesundheitsfonds, 2013)

„Durch modernste medizinische Verfahren und patientenfreundliche Prozesse sind wir sehr gut unterwegs und arbeiten im Interesse unserer Patientinnen und Patienten an einer weiteren Verkürzung der Spitalsaufenthalte“, erläutert Greher. „Aus der Spezialisierung zu Fachkliniken, die gegenwärtig in vielen Wiener Ordensspitälern im Gange ist, wird sich eine weitere Verkürzung der Verweildauer ergeben. Spezialisierung an den einzelnen Standorten bedeutet höhere Fallzahlen, und führt über die Optimierung der Abläufe und Prozesse zu einer verbesserten medizinischen Ergebnisqualität. Aus der Verbesserung der Prozessqualität ergibt sich im Regelfall auch eine Verkürzung der Verweildauer.“

Die acht Ordensspitäler, die rund ein Fünftel aller Patienten Wiens versorgen, agieren im Auftrag der Stadt und werden mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Eine Besonderheit der gemeinnützig Ordensspitäler ist die Kombination von privater Trägerschaft durch die Ordensgemeinschaften mit einem öffentlichen Versorgungsauftrag. Die private Trägerschaft unterscheidet sie von den Spitälern der Gemeinde Wien (KAV) und der Sozialversicherungen. Von Privat- und Belegspitälern wiederum unterscheiden sie sich durch ihren öffentlichen Versorgungsauftrag.


Naaaaaaaaaaaaaame

, Ärzte Woche 29/34/2016

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben