zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 24. August 2015

Im Frühstadium

Hepatitis C: Nicht nur die schwersten Fällen.

Verfügbarkeit hochwirksamer, aber teurer Hepatitis-C-Therapien soll ausgeweitet werden. Verhandlungen zwischen Hauptverband und Pharmig.

Die chronische Hepatitis C war bis vor kurzem nur beschränkt behandelbar. Leberversagen und Karzinome können die Langzeitfolgen sein. Neue und sehr teure Therapien können zu 90 Prozent eine Ausheilung in kurzer Zeit bringen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger möchte mit diesen Arzneimitteln immer mehr Betroffene versorgen.

Es sei eine Herausforderung, die neuen Therapeutika gegen die Hepatitis C mit Behandlungskosten von 40.000 bis 100.000 Euro zu finanzieren: „Wir haben bisher dafür schon 125 Millionen Euro aufgewendet.“ Bisher seien rund 1.500 Patienten behandelt worden, sagte Hauptverbandschef Peter McDonald.

In Österreich gibt es 120.000 Hepatitis C-Infizierte. Die Krankheit verläuft zumeist chronisch, bis zu den Langzeitfolgen vergehen Jahre bis Jahrzehnte. Bisher wurden vor allem Patienten mit durch Hepatitis C bedingter, fortgeschrittener Leberschädigung (Fibrosegrad 3) behandelt. In Zukunft soll das auch auf Patienten in einem früheren Krankheitsstadium ausgedehnt werden.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben