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Gesundheitspolitik 25. November 2014

Einigung bei Zahnspangen

Nach harten Verhandlungen haben sich Hauptverband und Zahnärztekammer auf ein Grundsatzpapier für die kieferorthopädische Sachleistungsversorgung für Kinder und Jugendliche geeinigt.

Bis Ende des Jahres soll ein abgestimmter Vertragstext in den jeweiligen Gremien beschlossen werden. Demnach wird es für Kinder und Jugendliche bei medizinischer Notwendigkeit (laut IOTN-Skala 4 und 5) bis zum 18. Lebensjahr ab dem 1. Juli 2015 zwei neue Leistungen der sozialen Krankenversicherung geben. Die wesentlichen Kernpunkte der Einigung sind:

• Eine frühkindliche Zahnbehandlung bei schweren Fehlstellungen. Dieser erfolgt in der Regel durch abnehmbare Zahnspangen, wobei der bisher geltende Selbstbehalt (durchschnittlich in Höhe von rund 400 €) wegfallen wird.

• Festsitzende Zahnspange bei Kinder und Jugendlichen zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr bei schwerwiegenden Fehlstellungen (IOTN 4 und 5)

• Wegfall der bisherigen Bewilligung durch die Krankenkassen bei Behandlung durch Kieferorthopäden

• Einführung eines Qualitätssicherungssystems durch Messung des Behandlungserfolges.

„Diese Einigung ermöglicht einen ganz wichtigen Lückenschluss in der Kinder- und Jugendmedizin und wir können nun als Sozialversicherung diese notwendigen Leistungen im Bereich der Zahnbehandlung finanzieren“, freut sich der Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband, Mag. Peter McDonald.

Die Zahnärztekammer sieht die erfolgreichen Gespräche mit dem Hauptverband betreffend Gratis-Zahnspange als einen ersten Schritt in Richtung einer Modernisierung des kassenzahnärztlichen Leistungskatalogs zugunsten der betroffenen Patientinnen und Patienten.

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