zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 2. Juni 2014

Online-Petition gegen Antragsformular

NEIN zum neuen Krankenkassenformular für Psychotherapie.

Der Wiener Landesverband für Psychotherapie (WLP) hat am 27. Mai 2014 eine Online-Petition gestartet. Bis heute sind es an die 2.000 UnterzeichnerInnen. "Das übertrifft alle Erwartungen", so die Vorsitzende, Leonore Lerch, "es zeigt, wie groß der Unmut bei PsychotherapeutInnen und PatientInnen über das neue Antragsformular ist."

Ab 1. Juli 2014 sollen PsychotherapeutInnen sensible Krankendaten ihrer PatientInnen bekanngeben wie Krankenstandstage, Spitalsaufenthalte, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, aber auch traumatische Ereignisse wie sexueller Missbrauch in der Kindheit, Selbstmord des Onkels, Labilität der Großmutter usw.

Viele PatientInnen sind auf den Kostenzuschuss bzw. die Kostenübernahme für Psychotherapie angewiesen und können sich eine private Finanzierung nicht leisten. Wenn ein Patient mit der Weitergabe der Informationen nicht einverstanden ist, will die WGKK den Antrag nicht bearbeiten.

Lerch: "Auch wenn die Datenschutzkommission das Formular "grundsätzlich nicht beanstandet", ist das kein Freibrief für die WGKK, die Notlage von psychisch kranken Menschen zu benutzen, um an sensible Krankendaten zu gelangen." Der Berufskodex für PsychotherapeutInnen schreibt fest, dass PatientInnen Anspruch auf den umfassenden Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte haben - insbesondere auf die uneingeschränkte Geheimhaltung jener Informationen, die der PsychotherapeutIn als "Geheimnisse" anvertraut werden. Daher die Forderung des WLP: KEINE sensiblen Krankendaten ohne Anonymisierung!

Petition unterstützen: http://www.ots.at/redirect/avaaz.org

Weitere Informationen: www.psychotherapie-wlp.at/petition2014

 

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben