zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 20. März 2014

Primarius hoch 2

Die Wiener Ärztekammer spricht sich gegen Mehrfachprimariate in den Wiener Spitälern aus.

Ein Primarius habe eine verantwortungsvolle Funktion und sei wichtig für die Patientenversorgung. Da er nicht gleichzeitig an zwei Orten anwesend sein könne, gehe automatisch die fachliche Expertise an einer Abteilung verloren, betonte Hermann Leitner, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Wiener Ärztekammer. Auch die Ausbildungsfunktion könne dadurch nur eingeschränkt ausgeübt werden.

Aktuell sind es acht Ärzte, die in Wien mehr als eine Abteilung leiten. Als Teil einer groß angelegten Strukturreform des Wiener Krankenanstaltenverbunds sollten diese Mehrfachprimariate eigentlich nach einer gewissen Zeit wieder auslaufen. Nun ist aber geplant, weitere Mehrfachprimariate, sogar Dreifachprimariate, zu schaffen. Letztere würde bedeuten, dass ein Primararzt zukünftig gleich drei Abteilungen in unterschiedlichen Schwerpunktkrankenhäusern in Wien leiten könnte oder müsste.

"Wien habe alle Voraussetzungen für eine exzellente medizinische Versorgung. Dafür benötigen wir aber auch entsprechende personelle Ressourcen, um für die Patienten vor Ort da sein zu können", so Leitner. Mithilfe von Mehrfachprimariaten bei der Qualität der medizinischen Versorgung zu sparen, sei jedenfalls der falsche Weg."

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben