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Zahnheilkunde 4. Mai 2015

Gefahr von Shishas wird unterschätzt

Regelmäßiger Wasserpfeifenkonsum beeinträchtigt die Mund- und Zahngesundheit.

Lange ging man davon aus, dass der Tabakkonsum mittels Shisha aufgrund der Filterwirkung des Wassers weniger gesundheitsschädlich sei als das Rauchen von Zigaretten.

Einige Studien legen mittlerweile nahe, dass auch der regelmäßige Wasserpfeifenkonsum Gesundheitsschäden wie Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs hinterlassen kann. Außerdem wirkt sich der Konsum negativ auf die Mund- und Zahngesundheit aus, und das enthaltene Nikotin sorgt für ein dem Zigarettenrauchen vergleichbares Suchtpotenzial. Gefördert wird dies durch den fruchtig-süßen Geschmack.

Shisha-Konsum: Studie am Robert Koch-Institut

Experten gehen zudem davon aus, dass das Wasserpfeifenrauchen den Einstieg in den Zigarettenkonsum begünstigt. Im Rahmen einer Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat nun das Robert Koch-Institut den Wasserpfeifenkonsum bei 4543 Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren untersucht. Rund 29 Prozent der Befragten hatten schon einmal Wasserpfeife geraucht, die 12-Monats-Prävalenz lag bei 20,6 Prozent, und in den 30 Tagen vor der Befragung hatten 10 Prozent eine Shisha konsumiert. Von Letzteren berichtete etwa die Hälfte über einen einmaligen Konsum. Jeweils ein Viertel gab an, an zwei bzw. an drei oder mehr Tagen des vergangenen Monats Wasserpfeife geraucht zu haben, täglich konsumierten nur 0,6 Prozent.

Die Studie zeigte, dass der Wasserpfeifenkonsum von vielen Jugendlichen offenbar nicht als „Rauchen“ eingestuft wird. Denn auf die Frage zum Raucherstatus gaben ein Drittel der gelegentlichen Shisha-Raucher sowie ein Achtel der regelmäßigen Konsumenten an, Nichtraucher zu sein.

 

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