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Zahnheilkunde 4. Mai 2015

Im Fall des Notfalles

Basic life support: Reanimation in der zahnärztlichen Ordination

Notfallsituationen sind in der zahnärztlichen Praxis nicht alltäglich, trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, dass der Behandler und sein Team stets gut vorbereitet sind.

Insbesondere in medizinischen Einrichtungen wie der Zahnarztpraxis sollte jedes Teammitglied eine suffiziente Reanimation durchführen können und das eigene Equipment kennen. Wenige grundlegende Maßnahmen können für den Patienten lebensrettend sein. In diesem Zusammenhang gab Univ. Ass. DDr. Oliver Jandrasits, Facharzt für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde an der Universitätszahnklinik Wien sowie Facharzt für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizineinen einen Überblick zur Häufigkeit und Art der Notfälle während eines Arbeitslebens.

Den vorliegenden Daten zufolge war in einer zahnärztlichen Berufslaufbahn der am häufigsten beobachtete Zwischenfall die unerwünschte Wirkung auf das Lokalanästhetikum. Nachfolgend gereiht wurden der Grand-Mal-Anfall, Angina pectoris, Insulinschock sowie ein schwerer Asthmaanfall. Weiters wurden Myokardinfarkt, Schlaganfall und der anaphylaktische Schock auf Penicilline bzw. auf die verabreichte Lokalanästhesie genannt.

Um im Notfall gerüstet zu sein, spielt neben regelmäßigen Auffrischungen und Training von Basic life support (BLS) auch die bestehende Notfallausstattung in der Zahnarztpraxis eine wichtige Rolle, wie Sauerstoff, Defibrillator, Adrenalin 1:1000, Asthmaspray und orale Glycose. Weitere Hilfsmittel wie Hydrocortison, Antihistaminika, Diazepam, Atropin, Beatmungshilfen sowie Reanimationsleitlinien oder ein Erste-Hilfe-Set sind nur in weniger als zehn Prozent der Zahnarztpraxen vorhanden.

 

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