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Urologie 1. November 2009

Prostatakarzinom beim alten Mann

Trotz des breiten Einsatzes des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) zur Früherkennung der Prostatakarzinoms (PKa) vor allem beim jüngeren Mann, ist das Pka nach wie vor eine Erkrankung des alternden Mannes, da 2/3 der Neuerkrankungen bei Männern jenseits des 65. Lebensjahr und jeder vierte bei Diagnosestellung älter als 75 Jahre ist. Eine gezielte Früh-erkennung ist bei einer Lebenserwartung von unter 10 Jahren nicht angezeigt. Die therapeutische Strategie richtet sich nach Tumorstadium und Aggressivität des Tumors, chronologischem Alter und Co-Morbidität. Ältere Männer mit hoch/mittelgradig differenzierten Tumoren sollten – vor allem wenn die Lebenserwartung unter 10 Jahren beträgt – primär mittels kontrollierten Beobachtens (watchful waiting) behandelt werden. Männer mit mittelgradig und niedrig differenzierten Tumoren und einer Lebenserwartung von >10 Jahren profitieren von einer lokalen Therapie mittels radikaler Prostatektomie oder externer Strahlentherapie. Die Androgenablation stellt nach wie vor die Therapie der Wahl für Patienten mit einem metastasierten Tumorstadium dar; die intermittierende Hormontherapie ist ein viel versprechender Ansatz.

Ingrid Berger, Franz Böhmer, Anton Ponholzer, Stephan Madersbacher, Wiener Medizinische Wochenschrift 21/22/2009

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