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Wenn Mediziner ungewollt zur Kindesmisshandlung verführt werden: Münchhausen-by-proxy-Syndrom

Beschreibungen von fürsorglich und besorgt erscheinenden Müttern, die gleichzeitig an ihren Kindern Krankheitssymptome manipulieren oder sogar produzieren und sie schmerzhaften und potentiell schädlichen medizinischen Prozeduren aussetzen, wirken auf den ersten Blick kaum glaubhaft. Die kontinuierlich wachsende Zahl der Berichte über derartige Kindesmisshandlungen, die unter dem Begriff "Münchhausen-byproxy-Syndrom" subsumiert werden, lässt jedoch eine beachtliche Anzahl unentdeckter Fälle vermuten. Die interaktionelle Einbindung der medizinischen Helfer in den Kindesmissbrauch erschwert die Diagnostik und führt in der Regel zu syndromimmanenten heftigen emotionalen Reaktionen, die der Reflexion und eines professionellen Umgangs bedürfen.

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