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Doctor Shopping: Über den Umgang mit schwierigen Patientinnen und Patienten

Somatoforme Störungen kommen in der Primärversorgung ausgesprochen häufig vor und stellen aufgrund unterschiedlicher Ursachenüberzeugungen eine Herausforderung für die Arzt-Patient-Beziehung dar. Die Idealisierung, nachfolgende Enttäuschung und schließlich der Arztwechsel werden durch Begriffe wie "hospital hopping", "doctor shopping" oder "Arztnomaden" beschrieben. Bei Vorliegen negativer organischer Befunde sollte frühzeitig angesprochen werden, dass mögliche psychosomatische Zusammenhänge vorliegen könnten. Wichtig ist eine Entkoppelung von Kontaktangeboten und Beschwerdeintensität durch die Vereinbarung zeitkontingenter anstatt symptomkontingenter Termine. Mit Wiederholungen von Untersuchungen sollte trotz Drängen der Patientinnen und Patienten vorsichtig umgegangen werden um nicht zu einer weiteren Chronifizierung beizutragen. In vielen Fällen sollte eine Weiterleitung zur Psychotherapie empfohlen werden, wobei bereits in der Primärversorgung Motivationsarbeit geleistet werden muss.

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