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Zwei-Fragen-Depressions-Screener – die Lösung aller Probleme?

Depression ist bereits heute epidemiologisch eine beachtenswerte Größe in der Medizin. Voraussichtlich wird die Zahl der Patienten, die an einer Depression leiden, zukünftig noch deutlich zunehmen. Ein einfaches, schnelles Screening zur Entdeckung von Depressiven wäre deshalb hilfreich. In letzter Zeit wurden vier Artikel publiziert, die jeweils einen Zwei-Fragen-Screener empfehlen. METHODE: Es werden die Sensitivität, Spezifität, Likelihood Ratios, negative und positive Vorhersagewerte der Screener verglichen. ERGEBNISSE: Die Prävalenz für Depression reichte in vier klinischen und einer bevölkerungsrepräsentativen (Deutschland) Stichprobe von 6.9 % bis 18.1 %. Sensitivität und Spezifität erreichten Werte zwischen 72.6 % und 96.6 % beziehungsweise zwischen 56.9 % und 90.0 %. Gegenüber den positiven Vorhersagewerten (17.8 % bis 38.5 %) waren alle negativen Vorhersagewerte hoch (< 97 %). SCHLUSSFOLGERUNG: Alles in allem scheinen Zwei-Fragen-Screener gut geeignet, Major Depression auszuschließen. Möglicherweise kann routinemäßiges Screening die Anzahl der Fälle nicht diagnostizierter Depression mindern.

Cornelia Albani, Harald Bailer, Gerd Blaser, Elmar Brähler, Michael Geyer, Norbert Grulke, Wiener Medizinische Wochenschrift

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