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Einfluss der stationären Therapie auf das psychische Befinden der PatientInnen im Therapiezentrum Ybbs

In dieser Studie wurde der Frage nachgegangen, inwiefern der stationäre Aufenthalt im Therapiezentrum Ybbs den psychischen Zustand der PatientInnen beeinflusst, bzw. ob der erwartete positive Effekt des stationären Aufenthalts auch nach Beendigung der Therapie konstant bleibt. Zusätzlich wurde der Einfluss der psychologischen/psychotherapeutischen Nachbetreuung auf das Wohlbefinden der PatientInnen untersucht. An dieser Studie nahmen 33 PatientInnen teil. Deren psychische Wohlbefinden wurde sowohl zu Beginn und am Ende der stationären Therapie, als auch drei Monate nach dem Aufenthalt, mittels der Symptom-Checkliste bei psychischen Störungen, erhoben. Die Ergebnisse der T-Tests für abhängige Stichproben zeigen, dass es auf allen Skalen zu einer signifikanten Verbesserung der Werte zwischen der Erhebung am Beginn und am Ende des Aufenthaltes kommt. Diese Effekte bleiben bei den meisten Skalen bis zum dritten Erhebungszeitpunkt vorhanden. Keine Langzeiteffekte sind auf der Skala für Somatisierung und im Global Severity Index (durchschnittliche psychische Belastung) vorhanden. Personen, die eine psychologische Nachbetreuung in Anspruch genommen haben, hatten zum dritten Messzeitpunkt durchschnittlich auf allen Skalen bessere Werte als Personen, die keine weiterführende Therapie nach dem stationären Aufenthalt gemacht haben. Es kann schlussgefolgert werden, dass die umfassende, individuelle Betreuung auf der Station 2 des Therapiezentrum Ybbs zu einer signifikanten Verbesserung des psychischen Befindens der PatientInnen beiträgt und dieser Effekt großteils über die Zeit hin stabil bleibt. Eine psychologische/psychotherapeutische Nachbetreuung bietet den PatientInnen über den stationären Aufenthalt hinaus eine effektive Unterstützung.

Abstract

This study has been investigating the question, how the treatment during the stay in the Therapiezentrum Ybbs influences the mental health of the patients and whether the expected positive effect stays constant after the ending of the therapy. Furthermore the effect of psychological/ psychotherapeutic support on the patient’s well-being after the stay has been investigated. 33 patients have been part of this study. Their psychological well-being was examined at the beginning and at the end of the stay, as well as three months after, using the “Symptom-Checkliste bei psychischen Störungen”. The results of the T-Test for dependent samples show, that there was a significant improvement in the results between the beginning and the end of the stay. The effects still last in most of the scales three months after the stay. There are no long term effects on the scale for somatisation and the Global Severity Index (average mental load). Patients who had taken a psychological aftercare had better results in average on all scales, made by the third measurement time, than patients who are not in further therapy after hospitalization. It can be concluded that the comprehensive and individual support on the department 2 of the Therapiezentrum Ybbs contributes to a significant improvement of the mental condition of the patients and this effect remains largely stable over a longer period of time. A psychological/ psychotherapeutic aftercare offers the patients a more efficient support beyond their inpatient stay.

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