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Religiös/Spirituelles Befinden bei psychisch Kranken

Ängstlich/Depressive und Suchtkranke im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen.

Anliegen: Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Dimensionen von Religiosität und Spiritualität bei stationären psychiatrischen PatientInnen zu untersuchen. Gibt es Unterschiede im religiös/spirituellen Befinden zwischen suchtkranken (ICD-10: F1x) und ängstlich/depressiven (ICD-10: F3x/F4x) PatientInnen? Welche Implikationen ergeben sich daraus für die Behandlung?

Methode

Es werden suchtkranke PatientInnen (n = 389), ängstlich/depressive PatientInnen (n = 200) und eine gesunde Vergleichsgruppe (n = 1500) mithilfe des Multidimensionalen Inventars zum Religiös/Spirituellen Befinden (MI-RSB) miteinander verglichen. Des Weiteren wird RSB innerhalb der psychiatrischen Gruppen zu Persönlichkeitsfaktoren und psychischer Erkrankung in Beziehung gesetzt.

Ergebnisse

Die psychiatrischen Gruppen zeigen ein geringeres Ausmaß an RSB als gesunde Vergleichspersonen (p < 0,001). Des Weiteren ergeben sich negative Zusammenhänge zwischen den RSB-Dimensionen mit psychopathologischen Symptomen.

Schlussfolgerungen

Basierend auf diesen Ergebnissen kann auf die Relevanz religiös/spiritueller Inhalte für die psychiatrische Praxis geschlossen werden. Im Besonderen ist auf die mögliche therapeutische Wirksamkeit der RSB-Dimensionen „Hoffnung“ und „Vergeben“ in der Arbeit mit psychiatrischen PatientInnen zu verweisen.

Priv. Doz. DDr. Human-Friedrich Unterrainer, Dr. Helmut Schöggl, Prof. Andrew J. Lewis, Prof. Andreas Fink, Prof. Elisabeth Weiss, Prof. Hans Peter Kapfhammer, Neuropsychiatrie 4/2013

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