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Kreativität bei Drogenkonsumierenden, Drogenabhängigen und Drogenentwöhnten

Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit war es, Unterschiede zwischen unterschiedlichen Gruppen von Drogenabhängigen (SubstitutionspatientInnen, n = 14; abstinente Personen auf einer Langzeit-Rehabilitation, n = 12) und Cannabis-KonsumentInnen (n = 13) im Vergleich zu einer gesunden Kontroll-Gruppe (n = 18) in Bezug sowohl auf verbale und figurale Kreativität als auch auf allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Die ProbandInnen bearbeiteten mehrere Verfahren zur Erfassung unterschiedlicher Facetten der Kreativität, Intelligenz und Persönlichkeit sowie der Symptombelastung. In der verbalen Kreativität erzielten die Gruppe der SubstitutionspatientInnen und teilweise die Cannabis-KonsumentInnen höhere Werte als abstinente Drogenabhängige auf Rehabilitation. In der figuralen Kreativität waren keine Gruppenunterschiede feststellbar. Im Hinblick auf die Big Five-Persönlichkeitsmerkmale erzielten die SubstitutionspatientInnen in der Dimension Neurotizismus die höchsten Werte, während die Cannabis-KonsumentInnen auf einer rein deskriptiven Ebene durch vergleichsweise hohe Werte in den Dimensionen Offenheit für Erfahrungen und Extraversion charakterisiert werden konnten.

Brigitta Bliem, Human F. Unterrainer, Ilona Papousek, Elisabeth M. Weiss, Assoz. Univ.-Prof. Mag. Dr. Andreas Fink, Neuropsychiatrie 1/2013

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