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Psychoedukation und Lebensqualität: Eine Erweiterung der Grazer Evaluationsstudie (Teil 1)

Diese Untersuchung stellt eine Erweiterung der Grazer Evaluationsstudie dar, mit dem Ziel, die Effekte der Psychoedukation (PE) bei PatientInnen mit psychotischen Störungen zu evaluieren.

 

26 PatientInnen mit psychotischen Störungen nahmen an insgesamt neun PE-Gruppensitzungen teil und wurden mittels Selbst-und Fremdrating vor und nach der PE untersucht.
Eine Verbesserung des psychischen Wohlbefindens, des krankheitsbezogenen Wissens und eine Reduktion der Symptomatik konnte gezeigt werden. Das Ausmaß der Psychopathologie hat zwar einen Einfluss auf die psychische Lebensqualität und den krankheitsbezogenen Wissenszuwachs, wobei aber auch PatientInnen mit schwererer Symptomatik von der PE profitieren. Mittels Regressionsanalysen wurde versucht Variablen zu identifizieren, die einen Erfolg von PE begünstigen.

Eine differenzierte, mehrdimensionale Betrachtung des Konzepts Lebensqualität ist für die Ergebnisevaluation notwendig. Eine PE-Gruppe, die sich mit unterschiedlichen Krankheiten aus dem psychotischen Formenkreis beschäftigt, ist eine im Klinikalltag gut durchführbare und erfolgreiche Behandlungsmethode. Generell unterstreichen die Ergebnisse die Relevanz der PE in der stationären Psychiatrie.

Maga.Drin. Barbara Kreiner, Andreas Baranyi, Alexandra Stepan, Hans-Bernd Rothenhäusler, Neuropsychiatrie 1/2012

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