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Beeinflussung des Behandlungsergebnisses einer stationären Psychotherapie von Zwangsstörungen durch den Ausprägungsgrad der Instabilität im Therapieverlauf

Die vorliegende Studie evaluiert eine zentrale Hypothese der synergetischen Psychotherapieforschung, nach der eine ausgeprägte Instabilität im psychotherapeutischen Prozess mit hohen Ansprech-Raten assoziiert ist.


14 Patienten mit einer Zwangsstörung absolvierten eine achtwöchige stationäre multimodale Verhaltenstherapie mit Expositionsübungen. Die Instabilität im Therapieverlauf wurde durch eine tägliche Selbsteinschätzung der Patienten mittels eines internetbasierten Real-Time-Monitoring-Verfahrens, des Synergetic Navigation System (SNS), erfasst.


Der Ausprägungsgrad der Instabilität korrelierte negativ mit der prozentualen Reduktion der Yale-Brown Obsessive-Compulsive Scale (Y-BOCS) und allen Subskalen der Symptom-Check-Liste (SCL-90-R).


Ein instabiler Psychotherapieverlauf bedingt eine geringere Symptomreduktion als ein stabiler. Der Widerspruch zur Studienhypothese beruht möglicherweise auf den Besonderheiten der Zwangsstörung mit starker Verunsicherung beim Antizipieren neuer, nicht-zwanghafter Denk- und Verhaltensweisen. Die Zusammenhänge zwischen Instabilität und Symptomreduktion scheinen diagnosespezifisch zu sein.

Markus Dold, Ulrike Demal, Gerhard Lenz, Günter Schiepek, Prim. ao. Univ. Prof. Dr. Martin Aigner, Neuropsychiatrie 1/2012

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