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Suizidgedanken bei SchülerInnen Höherer Schulen Wiens

HINTERGRUND: Suizidalität umspannt ein weites Spektrum von Suizidgedanken bis hin zu Suizidhandlungen. Darüber hinaus, Suizidgedanken kommen in der jungen Population häufiger vor als bei Erwachsenen. Dies lässt auf entwicklungsspezifische Elemente schließen. Wir erhoben die Lebenszeitprävalenz von Suizidgedanken und die damit assoziierten psychosozialen Faktoren bei SchülerInnen von Wiener Höheren Schulen. DESIGN: SchülerInnen (n = 214; Durchschnittsalter 15,4 Jahre) dreier Höherer Schulen in Wien füllten einen anonymisierten Fragebogen aus, der Hauptrisikofaktoren für suizidales Verhalten bei Jugendlichen und demographische Merkmale erfasste. ERGEBNISSE: Einundachtzig SchülerInnen (37,9%) berichteten, bereits einmal im Leben Suizidgedanken gehabt zu haben, wobei die Lebenszeitprävalenz der Suizidgedanken bei Mädchen signifikant höher als bei Jungen war (48,5% vs. 29,1%, p = .004). Weiters waren Suizidgedanken bei den Wiener SchülerInnen assoziiert mit einem Leben in nicht-intakter Familie, Substanzmissbrauch (Alkohol/Drogen), Depression, Rauchen und auch mit dem Schultyp (die höchste Prävalenz der Suizidgedanken fand sich bei GymnasiastInnen). Nach Berücksichtigung signifikanter Variablen, waren bei SchülerInnen der Wiener Höheren Schulen weibliches Geschlecht, Schultyp, Substanzmissbrauch und Zigarettenkonsum signifikant mit der Lebenszeitprävalenz von Suizidgedanken assoziiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Den psychosozialen Faktoren, die im Zusammenhang mit Suizidgedanken bei Jugendlichen stehen, sollte im Rahmen der Suizidprävention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Kanita Dervic, Türkan Akkaya-Kalayci, Nestor D. Kapusta, Marihan Kaya, Elisabeth Merl, Elisabeth Vogel, Elisabeth Pellegrini, Max H. Friedrich, Wiener klinische Wochenschrift

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